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Donnerstag, 12.07.2018

Neuer Leiter für Modellregion

Von Christian Köhler

Markus Cording
Markus Cording

© privat

Der Altkreis Weißwasser ist eine von zwei Modellregionen im Freistaat, in denen die medizinische Versorgung vorbildhaft für andere Regionen auf bessere Füße gestellt werden soll. Darauf hatte sich das Landesgremium bestehend aus dem Gesundheitsministerium, der Kassenärztlichenvereinigung Sachsen (KV) sowie der Landesärztekammer verständigt. Seit 1. Juli hat die Modellregion um Weißwasser einen Leiter. Markus Cording ist vom Landkreis Görlitz dafür auserkoren worden. „Ich war 14 Jahre lang Geschäftsführer der gesetzlichen Krankenhäuser“, erklärt er am Rande eines Gespräches zum Strukturwandel, zu dem die Partei Die Linke und deren Parteivorsitzende Katja Kipping am Mittwoch nach Weißwasser geladen hatten. Die Modellregion hat ihren Status bis 2022 und soll durch einen engen Austausch zwischen Ministerium, Ärztekammer und der KV auf direktem Wege die medizinischen Angebote verbessern. „Die Gesundheitsversorgung wird beim Thema Strukturwandel häufig als gegeben hingenommen“, sagt Cording, „dabei bedarf es viel Kraft und Anstrengung, diese aufrecht zu erhalten.“ Er fordert Bund und Land auf, bei der medizinischen Versorgung keinen „Substanzverlust“ mehr zuzulassen.

Derzeit arbeite sich der neue Leiter in bestehende Strukturen der örtlichen Gesundheitsversorgung ein, erklärt Markus Cording. „Wir fangen nicht bei Null an“, sagt er, „aber wir haben viel zu tun.“ Durch den Wegfall mehrerer Hausärzte in Weißwasser stehen viele Patienten ohne eigenen Arzt da. Um das Problem anzugehen, müssten viele Gespräche geführt und das Kreiskrankenhaus auf neue Aufgaben vorbereitet werden. Dabei, das unterstrich der Leiter des Krankenhauses Andreas Grahlemann bereits Anfang des Jahres, wolle sich das Krankenhaus seiner Verantwortung stellen und stationäre und ambulante Versorgung noch enger verzahnen.