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Samstag, 13.10.2018

Neue Pläne fürs Zentrum

Dorfhain soll Mittelpunkt eines Geoparks werden. Um den Ortskern zu verschönern, will die Gemeinde investieren.

Von Verena Schulenburg

An der Schulstraße in Dorfhain befindet sich das Kinderzentrum. Gleich gegenüber ist der Parkplatz zum Erlebnisbad. Zur Ortsmitte soll in Zukunft auch ein neues Kommunezentrum gehören, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Denkmal errichtet werden soll.
An der Schulstraße in Dorfhain befindet sich das Kinderzentrum. Gleich gegenüber ist der Parkplatz zum Erlebnisbad. Zur Ortsmitte soll in Zukunft auch ein neues Kommunezentrum gehören, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Denkmal errichtet werden soll.

© Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Tharandt. Dorfhain will sein Zentrum aufhübschen. Mehr noch: Die kleine Gemeinde am Tharandter Wald hat sich zum Ziel gesetzt, inmitten des Ortskernes überhaupt ein Zentrum zu schaffen, einen Anziehungs- und Mittelpunkt für die Menschen des Ortes und alle Besucher. Das Erlebnisbad, der Sportplatz samt Sportcasino und das Kinderzentrum, die sich allesamt links und rechts der Schulstraße befinden, sind dafür der Ausgangspunkt.

„Für unser kleines Dorfhain ist das eine riesige Sache“, sagt Bürgermeister Olaf Schwalbe (CDU). Er will seine Gemeinde nach vorn bringen und somit auch den Mittelpunkt Sachsens aufwerten. Konkret blickt Schwalbe da nur wenige hundert Meter weiter talwärts. Am Fuße der Weißeritz sitzt das Team der Georado-Stiftung, das derzeit emsig daran arbeitet, dass die Region um den Tharandter Wald zum nationalen Geopark zertifiziert wird. Dessen Besucherzentrum ist in Dorfhain. „Da müssen wir als Dorf mitziehen“, sagt Schwalbe. So eine Entwicklung könne nur Hand in Hand vollzogen werden, aber eben auch nur Schritt für Schritt.

Im vorigen Jahr hat die Gemeinde das Kinderzentrum auf der Schulstraße für 84 000 Euro äußerlich saniert. In dem einstigen Schulhaus hat nicht nur die Verwaltung ihren Sitz, sondern auch die Kita des Ortes, Vereine und eine kleine Bibliothek. Mit der schicken Fassade des Denkmals soll es aber längst nicht getan sein. Die Rathausspitze schaut sich derzeit nach Geldquellen um, um für weitere Projekte im Ort Fördermittel zu kassieren.

Plan 1: Sportplatz und Kneipe aufwerten
Besonders im Blick hat der Bürgermeister dabei auch den Sportplatz und das Vereinsgebäude nebenan, das Sportcasino. Hier befinden sich nicht nur die Umkleide- und Sanitärräume für die Sportler, sondern auch die noch einzig verbliebene Kneipe im Ort. Betrieben wird diese je nach Kräften vom Dorfhainer Sportverein selbst. Damit das Gebäude wieder attraktiver wird – vor allem auch für Besucher – muss einiges getan werden. Das Haus selbst stammt aus den 1950er-Jahren, der Anbau kam in den 70ern hinzu. In Eigenleistung haben die Sportler zwischenzeitlich die Kabinen und Toiletten etwas modernisiert. „Das gesamte Gebäude entspricht aber einfach nicht mehr dem Stand der Zeit“, resümiert Olaf Schwalbe.

Plan 2: Erlebnisbad als Besuchermagnet erhalten
Auch im benachbarten Erlebnisbad gebe es noch Nachholbedarf, so Schwalbe. Jedes Jahr werde die gesamte Anlage zwar stets für die neue Saison flott gemacht. Wirklich modern sind aber beispielsweise auch die Umkleiden nicht mehr. Diese will die Gemeinde unbedingt noch behindertengerecht umbauen. Das gesamte Bad soll künftig barrierefrei werden. Erst kürzlich sei der Weg durch das gesamte Badgelände komplett fertig geworden, sagt Schwalbe. Für die Gäste ist der Badbesuch damit ab kommendem Jahr ohne Stolperfallen möglich. Das Erlebnisbad ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen in Dorfhain. Deshalb sei es nicht zu vernachlässigen, so der Bürgermeister.

Plan 3: Ein neues Kommunezentrum im Ortskern bauen
Nach wie vor will die Rathausspitze an der Idee eines Kommunezentrums festhalten. Das Gebäude soll altersgerechte Wohnungen und eventuell eine Tagespflege beinhalten. Vor allem aber brauchen die Dorfhainer Feuerwehr und die Rettungswache einen neuen Standort. Der Neubau soll dies vereinen und seinen Platz unmittelbar neben dem Kinderzentrum auf der Schulstraße erhalten. Das nötige Grundstück hat die Gemeinde bereits gekauft. Ein Bodengutachten, das vor Kurzem durchgeführt wurde, sehe positiv aus, sagt Schwalbe. Wann der Neubau errichtet wird, ist aber noch unklar. Dazu sei Dorfhain auf Fördergeld von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) angewiesen. Allein die Baukosten betragen nach aktuellem Stand etwa 1,6 Millionen Euro. „Alles, was wir jetzt anpacken, ist nach vorn gerichtet“, sagt Schwalbe.