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Freitag, 09.11.2018

Neue Einsatzzentrale für den Katastrophenfall

Bei der Feuerwehr in Königstein hat der Landkreis eine weitere Befehlsstelle eröffnet. Sie wird nicht nur bei Großbränden aktiv.

Von Katarina Gust und Marko Förster

Im Katastrophenfall koordinieren sie in der neuen Einsatzzentrale in Königstein den Rettungseinsatz: Jan Liebold (li.), Gemeindewehrleiter der Feuerwehr Rosenthal-Bielatal und Marko Gnauck, stellvertretender Ortswehrleiter der Feuerwehr Königstein.
Im Katastrophenfall koordinieren sie in der neuen Einsatzzentrale in Königstein den Rettungseinsatz: Jan Liebold (li.), Gemeindewehrleiter der Feuerwehr Rosenthal-Bielatal und Marko Gnauck, stellvertretender Ortswehrleiter der Feuerwehr Königstein.

© Marko Förster

Königstein. Wenn es in Königstein, Gohrisch, Struppen oder Rosenthal-Bielatal Hochwasser gibt, Sturmböen wüten oder ein Großbrand ausbricht, sollen die Einsätze der örtlichen Feuerwehren künftig von Königstein aus koordiniert werden. Für außergewöhnliche Schadensereignisse in den vier Kommunen hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in den Räumen der Feuerwehr Königstein eine ortsübergreifende Notfallzentrale eingerichtet, eine sogenannte ortsfeste Befehlsstelle. Sie hat diese Woche ihren Betrieb aufgenommen.

Die ortsfesten Befehlsstellen werden bei größeren Katastrophen durch die Regionalleitstelle Dresden aktiviert, um diese zu entlasten. Das Ziel ist es, dass Feuerwehrleute mit Ortskenntnis die Einsätze dann direkt vor Ort koordinieren und so der betroffenen Kommune helfen, autonom agieren zu können.

In der Notfallzentrale wirken derzeit 14 Kameraden aus Königstein, Gohrisch, Struppen und Rosenthal-Bielatal mit. Beteiligt sind Feuerwehrleute aller Dienstgrade. Um im Katastrophenfall in der Befehlsstelle arbeiten zu können, mussten die Retter geschult werden. Auch die Räumlichkeiten, in denen die Befehlsstelle untergebracht ist, wurden technisch entsprechend ausgerüstet. Investiert wurde ein fünfstelliger Betrag in die Bereiche Information und Kommunikation sowie EDV. Die Kosten wurden von allen beteiligten Kommunen gemeinsam getragen. Die Kameraden werden auch künftig viel Zeit und Mühe in die Ausbildung investieren um die notwendige Routine beim Abarbeiten der gestellten Aufgaben zu bekommen, hieß es bei der Einweihung der Notfallzentrale am Mittwochabend. Um bei außergewöhnlichen Schadensereignissen besser reagieren zu können, hat der Landkreis ein Netz dieser ortsfesten Befehlsstellen eingerichtet. Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 15 Stück.