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Dienstag, 12.06.2018

Nazi-Schmierereien am Elberadweg

An einem Rastplatz in Kötzschenbroda sind rechtsextreme Symbole aufgetaucht.

Von Nina Schirmer

Ein Schild der Landestalsperrenverwaltung wurde bekritzelt. Auch auf den Holzbänken daneben stehen bezeichnende Symbole und Sätze.
Ein Schild der Landestalsperrenverwaltung wurde bekritzelt. Auch auf den Holzbänken daneben stehen bezeichnende Symbole und Sätze.

© Nina Schirmer

Radebeul. Die kleine Bankgruppe ist bei Radfahrern und Spaziergängern besonders beliebt. Unterhalb vom Anger in Kötzschenbroda halten viele auf dem Deich zum Rasten an. Seit einigen Tagen sind neben dem Blick auf die Elbwiesen dort aber auch rechtsextreme Schmierereien zu sehen. Auf ein Schild der Landestalsperrenverwaltung haben Unbekannte das Wort „Heil“ und die Ziffer 88, die für „Heil Hitler“ steht, gekritzelt. Auf eine Holzbank wurde ein Symbol gemalt, vermutlich eine Wolfsangel. Dieses Abzeichen wurde in einigen Waffen-SS-Einheiten genutzt. Auch weitere bezeichnende Sätze stehen auf den Bänken.

Die Polizei wurde bereits am Wochenende darüber informiert, sagt Polizeihauptkommissar Maik Hommel vom Meißner Revier. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt. Der Tatbestand Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sei hingegen nicht erfüllt. Die Stadt wurde informiert, damit die Schmierereien entfernt werden. Auch die Landestalsperrenverwaltung will Mitarbeiter an die Stelle schicken, die das Schild reinigen.