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Dienstag, 30.05.2017

Nano-Hologramm fürs Handy

Hologramme auf dem Smartphone? Bisher sind nur mit technischen Tricks 3D-Spiegelungen über den kleinen Geräten möglich. Forscher tüfteln an Minilösungen für Alltagsgeräte.

Melbourne. Tausendmal dünner als ein menschliches Haar ist das 3-D-Hologramm, das ein australisch-chinesisches Forscherteam erzeugt hat. Das Nano-Hologramm sei das bislang dünnste überhaupt, einfach herzustellen und lasse sich ohne 3-D-Brille betrachten, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Nature Communications. Ihre Entwicklung sei ein wichtiger Schritt dahin, Hologramme in Alltagselektronik wie Smartphones, Computer und Fernseher zu integrieren. Mit holografischen Verfahren kann der Betrachter ein aufgenommenes Bild – auch ein bewegtes – ohne spezielle 3-D-Brille von allen Seiten betrachten und auch um es herumgehen. Der Trick besteht darin, die Wellenphase des Lichts zu verändern. Die Phase ist eine Angabe darüber, an welcher Stelle zwischen Wellental und Wellenberg sich eine Welle befindet. Durch gezielte Phasenverschiebungen ergibt sich ein dreidimensionaler Eindruck.

Hologramme lassen sich auch am Computer generieren. Die Forscher um Min Gu vom Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT, Australien) entwickelten diese Technologie nun einen entscheidenden Schritt weiter. „Konventionelle Computer-generierte Hologramme sind zu groß für elektronische Geräte, aber unser ultradünnes Hologramm überwindet diese Größenbegrenzungen“, erläutert Gu. Dazu nutzen die Forscher ein spezielles Material, welches die für die Nano-Hologramme nötige Phasenverschiebung verstärkt. (dpa)

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