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Montag, 17.09.2018

Müll im Monplaisir

Der Nieskyer Stadtpark wird mit viel Bürgerfleiß in Ordnung gebracht. Einige Menschen scheint das nicht zu stören.

Von Bernhard Donke

Keinen schönen Anblick bietet diese Bank im Nieskyer Park.
Keinen schönen Anblick bietet diese Bank im Nieskyer Park.

© Bernhard Donke

Niesky. Jens Neumann gehört zu den „Monplaisir-Freunden“. Er und seine Mitstreiter wie Marcel Scholze und Thomas Penk bemühen sich seit Jahren um die Erneuerung und Verschönerung des Stadtparkes in der Stadt Niesky. Aber was sie meist nach den Wochenende erleben, darüber ärgern sie sich. „Es ist fast jedes Wochenende das gleiche Bild im Monplaisir: Besonders an der Parkbank, am kleinen Rondell und am „Bismarkstein“ sind immer wieder die Hinterlassenschaften von Parkbesuchern zu finden“, sagt Jens Neumann. Dabei soll es sich vorwiegend um die Hinterlassenschaften von Jugendlichen handeln, die an diesen Stellen ihr Picknick machen. Denn es sind Pizzakartons, Zigarettenschachteln, Grillkohle und leider auch zerschlagene Flaschen, die die Männer wegräumen müssen.

„Leider stehen an allen drei Stellen keine Papierkörbe“, bemängelt Jens Neumann die Möglichkeit, seinen Abfall geordnet zu entsorgen. Marcel Scholze verwundert es schon, dass die jungen Leute die meist schweren Packungen mit Lebensmittel und Getränkeflaschen bis hierhertragen können. Dann aber nicht in der Lage sind, das Leergut und die Verpackungen wieder mit nach Hause zu nehmen. Sicher wäre es auch aus seiner Sicht nicht verkehrt, wenn die Stadtverwaltung hier Papierkörbe aufstellen würde. Die Parkfreunde sehen vielmehr, dass das Verständnis und vor allem die Vernunft bei den Verursachern, gleich welchen Alters, einkehren muss. Denn es kann nicht sein, dass Menschen sich für einen sauberen Park einsetzen und nicht nur dafür ihre Freizeit opfern, sondern auch, um die Hinterlassenschaften von unvernünftigen Besuchern aufzuräumen.

In jüngster Vergangenheit fanden unter großer Beteiligung der Nieskyer zwei Arbeitseinsätze statt, bei denen sie den Park von Wildwuchs befreiten und Wege wieder hergerichtet haben.

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