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Freitag, 12.10.2018

Müglitztaler Angebot für Dohna

Eine Woche nach der Einwohnerversammlung reagiert der Bürgermeister auf Forderung. Nun ist der Gemeinderat dran.

Von Heike Sabel

© Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Dohna/Müglitztal. Das ging schnell. Am vergangenen Montag hat Müglitztals Bürgermeister Michael Neumann (parteilos) hat in der Einwohnerversammlung versprochen, die Frage der Verwaltungsumlage an Dohna im Gemeinderat zu diskutieren. In der nächsten Sitzung am Dienstag steht das Thema bereits auf der Tagesordnung. Es soll ein Verhandlungsangebot zur Höhe der Umlage diskutiert werden.

In der von Einwohnern über eine Petition initiierten Einwohnerversammlung ging es um die Gründe für die hohe Grundsteuer in Müglitztal. In diesem Zusammenhang kam die Sprache auch auf die Umlage. Müglitztal muss sie im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft mit Dohna jährlich an die Stadt zahlen. In diesem Jahr beträgt sie rund 320 000 Euro. Mehr noch als die Höhe verärgert die Müglitztaler die Tatsache, dass es sich um eine Pauschale handelt, die zudem nicht konkret abgerechnet wird. Dohnas Bürgermeister Ralf Müller (CDU) vermutet, dass eine abgerechnete Verwaltungsleistung deutlich teurer wird. Grund: Bisher komme man mit den jährlichen Steigerungen nur den Kosten aus dem Tarifvertrag nach. Weitere Steigerungen aus Inflation und umfangreicheren Aufgaben gebe es nicht.

Das mit der Pauschale ist laut sächsischem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit völlig in Ordnung. In ihm steht lediglich, dass sie nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der Mitgliedsgemeinden bemessen werden soll. Nähere Vorgaben bestehen nicht, sagt das Landratsamt. Jedoch können die betreffenden Kommunen dazu Regelungen treffen.

Gemeinderat, 16. Oktober, 19 Uhr, Gemeindeverwaltung Weesenstein

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