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Freitag, 15.06.2018

Mountainbiker besteht ungewöhnlichen Härtetest

Von Reiner Seifert

Mit 54 Jahren noch „fit wie ein Turnschuh“. Der Strahwalder Michael Haza weiß nicht nur, wie man Fahrräder verkauft.Foto: Thomas Eichler
Mit 54 Jahren noch „fit wie ein Turnschuh“. Der Strahwalder Michael Haza weiß nicht nur, wie man Fahrräder verkauft. Foto: Thomas Eichler

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Die 280 Kilometer und 10 586 Höhenmeter der Beskidy-MTB-Trophy im Dreiländer-eck Polen-Tschechien-Slowakai noch in den Beinen, startete Michael Haza nur secchs Tage später beim tschechischen Malevil Cup über 100 Kilometer. „Obwohl ich die Westbeskiden noch etwas spürte, gelang mir eines meiner besten Malevil-Ergebnisse“, freute sich Haza, der bereits mit 16 Starts in den Ergebnislisten steht. Sein zehntes 100-Kilometer-Rennen beendete der 54-jährige Strahwalder als 120. (393 Finisher) und Fünfter der Altersklasse M+50 (58 Finisher) in 5:08:15 Stunden. „Bei aller Schinderei und trotz des schwülen, unangenehmen Wetters, der Blick für die Landschaft ging dabei nicht verloren. In erster Linie muss mir das Rennen Freude bereiten. Und das war auch diesmal so“, erzählte Haza, der übrigens sowohl die 35 Kilometer lange Fahrt zum Wettkampfort als auch die Rückfahrt nach Strahwalde mit dem Mountainbike zurücklegte.

Michael Haza ist seit mehr als 35 Jahren mit dem Rennrad oder Mountainbike unterwegs. 1997 machte der gelernte Traktorenschlosser sein Hobby zum Beruf, betreibt seit nunmehr 21 Jahren einen Fahrradladen in Strahwalde, repariert und verkauft Fahrräder aller Art und wird von Freizeitradlern wie leistungsorientierten Rennfahrern gleichermaßen als Experte geschätzt. Neben der eigenen aktiven Betätigung, der Teilnahme an Mountainbike-Rennen und dem zweimaligen Training in der Woche mit dem Rennrad oder Mountainbike, organisiert Haza auch drei, vier Radtouren im Jahr. Die führen zwischen 60 und 100 Kilometer in landschaftlich reizvolle, nicht unbedingt bekannte Gegenden der Oberlausitz oder auch zum tschechischen Nachbarn.

Für den Mountainbiker Haza gehören neben dem Malevil-Cup zum Beispiel die Teilnahme am Oberlausitzer MTB-Marathon, dem Bluestone-Bergzeitfahren oder die O-See Challenge zum jährlichen Wettkampfprogramm. Seine bisher größte sportliche Herausforderung war die 420 Kilometer lange MTB-Tour rund um das Matterhorn. Dabei mussten 19 000 Höhenmeter überwunden und der 3 899 Meter hohe Gobba di Rollin überquert werden.

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