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Dienstag, 15.05.2018

Modehauschef lobt Belohnung wegen vergifteter Katze aus

Katzenbesitzer aufgepasst: Die zehn Jahre alte Fellnase kämpft um ihr Leben, nachdem sie Rattengift gefressen hat.

Von Catharina Karlshaus

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Katze Coco wurde vergiftet.
Katze Coco wurde vergiftet.

© privat

Kater Ronka angeschossen.
Kater Ronka angeschossen.

© privat

Großenhain. Ronny Rühle kann es immer noch nicht fassen. Der Inhaber des gleichnamigen Modegeschäftes musste am Montag mit ansehen, wie die Katze seiner Schwester Blut spuckte und unendliche Qualen litt. „Dank der Behandlung des Tierarztes konnte Coco am Leben erhalten werden. Ob sie überlebt, ist jedoch fraglich“, sagt Ronny Rühle im SZ-Gespräch. Bevor sie draußen unterwegs gewesen sei – aufgrund ihres Alters bewege sie sich nur noch im kleinen Radius in Mülbitz – wäre es ihr gut gegangen. Der Verdacht, dass es sich beim starken Unwohlsein um eine schwere Vergiftung handelt, sei dann durch den Tierarzt bestätigt worden. Wahrscheinlich, so Ronny Rühle, handle es sich um Rattengift. Woher dieses stamme und ob Coco mit gezielt ausgelegten Ködern in Berührung gekommen ist, könne er nicht sagen. Die Familie habe Anzeige bei der Polizei erstattet und den Tierschutzverein Großenhain informiert.

Besonders schlimm: Es ist nicht das erste Mal, dass ein Tier von Ronny Rühle zu Schaden kommt. „Im vergangenen Jahr wurde unser Kater Ronka mit einem Luftgewehr angeschossen. Das Projektil musste aus seinem Rücken entfernt werden“, erzählt Rühle. Es sei geradezu erschütternd, was Menschen den Tieren antun. Da davon auszugehen sei, dass hier jemand bewusst sein Unwesen treibe, lobte Ronny Rühle jetzt eine Belohnung von hundert Euro für denjenigen aus, der Hinweise geben kann.

Und es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Region. Bereits vor zwei Jahren war im Priestewitzer Ortsteil Baßlitz auf einen Kater mit einem Druckluftgewehr geschossen worden. Das dreijährige Tier erlitt damals schwere Verletzungen in der Wirbelsäule. Ausgelegte Giftköder, aufgestellte Fallen und nicht zuletzt ausgesetzte Vierbeiner beschäftigen den Tierschutzverein immer wieder. „Ganz schlimm war 2015 der Fall von lebendig begrabenen Katzen“, erinnert sich der Vorsitzende Armin Krake. In einer Kiste waren damals lebende Jungtiere im Wald verscharrt worden. Ronny Rühle mahnt indes zur Vorsicht – immerhin könne jemand Katzen in der Stadt schaden wollen.