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Donnerstag, 13.09.2018

Mit Tempo 226 über die B 178

Ein Raser hat Einspruch gegen seine Strafe eingelegt. Zur Verhandlung am Zittauer Amtsgericht kam es aber nicht.

Von Rolf Hill

Symbolbild.
Symbolbild.

© Norbert Millauer

Zittau. Nach dem Rückzug von zwei Einsprüchen muss ein Temposünder das verhängte Bußgeld von 1 500 Euro zahlen und drei Monate auf weitere Fahrten verzichten. Die bereits angesetzte Hauptverhandlung vor dem Zittauer Amtsgericht wurde daher abgesagt, erklärte Richter Kai Ronsdorf.

Der Beschuldigte war vor einiger Zeit auf der B 178n in Richtung Oderwitz unterwegs und wurde auf der Strecke von der Polizei mit sagenhaften 226 Stundenkilomtern geblitzt. Erlaubt war jedoch nur Tempo 100, weshalb der Raser oben genannte Strafe erhielt. Gegen diese Entscheidung erhoben der Beschuldigte und sein Anwalt allerdings Einspruch, woraufhin am Amtsgericht Zittau der Termin für eine Hauptverhandlung festgelegt wurde.

Dass es nicht zu der Verhandlung kam; begründete der Anwalt des Verkehrssünders damit, dass sein Mandant bereits kurz vor dem genannten Verstoß an gleicher Stelle in der Gegenrichtung geblitzt worden sei. In diesem Fall betrug die gemessene Geschwindigkeit zwar „nur“ 121 Stundenkilometer. Doch auch das reichte bereits für einen Bußgeldbescheid über 70 Euro aus. Auch gegen diese Entscheidung wollte der Fahrer Einspruch erheben.

Offensichtlich hatten sowohl Verkehrssünder als auch Anwalt berechtigte Zweifel daran, dass nun, wenn es gleich um zwei Verstöße gehen sollte, ein Gerichtsurteil wirklich zugunsten des Klägers ausfallen würde. Deshalb zogen sie beide Einsprüche zurück, und die festgelegten Sanktionen sind somit rechtskräftig.