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Donnerstag, 13.10.2016

Mit 20 Klicks zum Fotobuch

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Dresden. Ein Dresdner Start-up will mit einer neuen App den Fotobuchmarkt mit Instagram-Bildern revolutionieren. Die 20squares UG hat jetzt für ihre Geschäftsidee eine Crowdfunding-Kampagne über die Dresdner Online-Finanzierungsplattform Startnext gestartet. Bis Ende Oktober sollen 15 000 Euro gesammelt werden.

Im November soll die Fotobuch-App „20squares“ für die Foto-Social-Media-Plattform Instagram erhältlich sein. Sie ermöglicht nicht nur den Zugriff auf die Fotos im eigenen Profil, sondern auf bis zu 40 Milliarden Motive bei Instagram. Die App ist für die Betriebssysteme Android sowie iOS erhältlich, alternativ kann das Fotobuch auch über einen Online-Editor im PC-Browser erstellt werden.

Nutzer wählen 20 Bilder aus, suchen sich eine von neun Albumfarben aus, vergeben einen Albumtitel, und schon geht der Auftrag in die Druckerei. Nach vier bis fünf Tagen wird das quadratische Album nach Hause geliefert. „Die Kernidee hinter unser App ist es, die schönsten Momente aus dem digitalen Leben wieder ins reale Leben zurückzuholen und gleichzeitig Gutes für die Gesellschaft zu leisten“, erläutert Geschäftsführer Johannes Richter. Ein Euro pro Album spendet das Unternehmen für den guten Zweck. (jam)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Volker W.

    Wie ist die Frage des Urheberrechts geklärt? Darf man Instagram-Fotos von Fremden vervielfältigen? Ich könnte mir vorstellen Kim Kardashian wäre "not amused".

  2. Flughund

    @1. Volker W.: Seien wir doch mal ehrlich - wenn ich für private Zwecke ein Foto von dieser Kim Kardashian haben wöllte, suche ich mir eins im Netz und lade es mir herunter. Und nu? Die behauptete Rechtsverletzung fände also auch ohne das Fotobuch, egal ob von 20squares, CEWE oder von Rossmann, statt. Die Unzulänglichkeiten des deutschen Urheberrechts werden seit Jahren von den Fachleuten thematisiert, aber von der Politik - auch durch Druck der großen Medienhäuser - ignoriert; als Stichworte seien beispielhaft Verleger-LSR, fair use, Mesh-up oder auch VG-Wort/Gema bzw. alternative Verwertungsgesellschaften genannt. Nebenbei bemerkt betrifft das Urheberrecht den - der Name sagt es - den Urheber, also den Schöpfer eines Werke, nicht die Person als Objekt dessen; für die gilt das Persönlichkeitsrecht.

  3. Juliane

    Unter das Urheberrecht fällt aber auch das Verwertungsrecht. Nur der Urheber ist berechtigt ein von ihm gefertigtes Werk (in dem Fall Foto) zu verwenden bzw. verwerten, außer es ist explizit etwas anderes angegeben. Wenn ich mir die Urlaubsfotos vom Flughund als Fotobuch drucken lasse, verstoße ich ganz klar gegen das Urheberrecht. Ich weiß nicht, ob dem Flughund das so passen würde. Eigentlich ist das eine Frage, die im Rahmen einer gewissenhaften Recherche durch die SZ mit hätte dargestellt werden sollen. Und muss man bei den bereits existierenden Anbietern von Fotobüchern nicht bestätigen, dass man Urheber der zu druckenden Fotos ist?

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