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Freitag, 10.08.2018

Miete ist um 20 Prozent gestiegen

Laut einer Studie kostet Wohnen im Landkreis mehr als vor zehn Jahren. Im Vergleich ist der Anstieg aber moderat.

Von Tobias Winzer

© Symbolfoto: dpa

Sächsische Schweiz. Wer im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Miete wohnt, muss dafür mehr bezahlen als noch vor zehn Jahren. Das zeigt eine Analyse des Internetportals immowelt.de, für die in einem Zehn-Jahresvergleich die Kaltmieten in allen Stadt- und Landkreisen der ostdeutschen Bundesländer untersucht wurden. Demnach mussten Mieter im ersten Halbjahr 2008 durchschnittlich 4,90 Euro für den Quadratmeter zahlen. Im ersten Halbjahr 2018 waren es ein Euro mehr. Das macht einen Anstieg von etwas mehr als 20 Prozent. Mit Durchschnitt ist immer der Median gemeint – eine Hälfte der ausgewerteten Mietpreise lag über und die andere unter diesem Betrag. Die Preise spiegeln den Schnitt der Nettokaltmieten bei einer Neuvermietung über dieses Portal wider – wer also seine Wohnung nicht gewechselt hat, bekam die Mietsteigerungen nicht in dem genannten Maße zu spüren.

Der Landkreis liegt, was die Mietpreissteigerung betrifft, im ersten Drittel aller 67 Stadt- und Landkreise der ostdeutschen Bundesländer – auf Rang 22. Die stärkste Preisentwicklung verzeichnet Berlin. Wer in der Bundeshauptstadt wohnt, muss mittlerweile mehr als doppelt so viel Miete (+104 Prozent) zahlen wie vor zehn Jahren. Auch im umliegenden Speckgürtel haben die Mieten angezogen: In den Landkreisen Dahme-Spreewald um 50 Prozent und in Oberhavel um 48 Prozent.

Auch weitere Großstädte in Ostdeutschland erleben derzeit einen regelrechten Boom. Am stärksten ist die Preissteigerung in Leipzig. Der Quadratmeter kostet derzeit 6,50 Euro – das sind 35 Prozent mehr als 2008. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich in Dresden, Erfurt oder Jena beobachten.

In sieben sächsischen Stadt- und Landkreisen sind die Mieten in den vergangenen zehn Jahren hingegen nur um maximal zehn Prozent gestiegen. So haben sich die Mieten zum Beispiel im Landkreis Meißen und im Landkreis Mittelsachsen in den vergangenen zehn Jahren jeweils nur um rund sechs Prozent erhöht. (mit dpa)