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Dienstag, 09.10.2018

Mehr Werbung für die neue Praxis

Daniela Pfeiffer kommentiert den Weg in Görlitz zur richtigen Anlaufstelle im Notfall.

SZ-Redakteurin Daniela Pfeiffer.
SZ-Redakteurin Daniela Pfeiffer.

© Matthias Weber

Oje, wer hat denn heute vor lauter Schreck Bereitschaftsdienst? Und wie bekomme ich das auf die Schnelle heraus? So erging es vielen, die nach Feierabend, an Wochenenden oder an Feiertagen plötzlich krank wurden und feststellten, dass dringende Medikamente alle waren. Das mit der lästigen Suche ist nun vorbei, denn seit Sommer gibt es nur noch einen Weg: den ins Klinikum. So wird einem im Zweifel sogar die Entscheidung abgenommen, ob man lieber zum Arzt oder besser gleich in die Notaufnahme fährt, abgenommen. Manche Krankheitsbilder sind eben für Laien nicht immer eindeutig.

Allerdings ist es empfehlenswert, sich die Sprechtage einzuprägen oder die Telefonnummer 116117 parat zu haben. Denn einen großen Nachteil hat die Bereitschaftspraxis: Sie ist nicht jeden Tag geöffnet. Zwar aus nachvollziehbaren Gründen aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung, in deren Auftrag diese Praxis geführt wird. Denn sie will vor allem die Zeiten abdecken, an denen niedergelassene Ärzte nicht da sind. Allerdings aus Sicht des Patienten und auch der Notaufnahme wäre tägliche Öffnung schöner und praktischer. Der Patient weiß dann, hierher kann er immer kommen. Und die Notaufnahme wird nicht noch mehr belastet durch Patienten, die bei der Bereitschaftspraxis vor verschlossener Tür stehen und sich dann möglicherweise nebenan in die Notaufnahme setzen.

Vielleicht kann die Bereitschaftspraxis auch noch ein Stück mehr Werbung vertragen. Ein großes Schild gleich an der Zufahrt zum oberen Klinikum-Parkplatz wäre hilfreich für alle, die selten ins Klinikum kommen. Und Plakate und Flyer in Arztpraxen, damit möglichst jeder vor dem nächsten Notfall weiß, wo er an der richtigen Stelle ist.

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