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Freitag, 14.09.2018

Mehr als zwei Millionen Euro für Schulen, Kitas und Rathaus

Das Programm „Brücken in die Zukunft“ hat viel Geld in die städtische Kasse gespült. Jetzt ist es fast ausgegeben.

Von Jens Hoyer

Im November vorigen Jahres war der neu gestaltete Vorplatz der Kita Sonnenschein in Döbeln Ost eingeweiht worden. Er kann auch für die Verkehrserziehung genutzt werden.
Im November vorigen Jahres war der neu gestaltete Vorplatz der Kita Sonnenschein in Döbeln Ost eingeweiht worden. Er kann auch für die Verkehrserziehung genutzt werden.

© DA-Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Eine Stunde lang plärrte am vergangenen Freitag die Brandmeldeanlage des Rathauses und setzte damit auch ein akustisches Zeichen dafür, dass es langsam zu Ende geht mit den Baumaßnahmen. Für die Abnahme musste die neue Brandmeldeanlage Daueralarm geben. Mehr als eine Million Euro hatte die Stadt in den vergangenen Monaten im Haus verbauen lassen. Das Geld steckt unter Putz in Elektroleitungen, in unscheinbaren Rauchmeldern, in Signalhörnern und Hinweistafeln für Fluchtwege. Auffällig unauffällig sind die gläsernen Zwischenwände, die die langen Fluren des Rathauses in rauchsichere Abschnitte unterteilen. „Jeder, der das vorher nicht kannte, denkt, das es schon immer so war“, sagte Baudezernent Thomas Hanns. Die Bauarbeiten sind jetzt am Ende angekommen. „Die letzten Gewerke werden sukzessive fertig“, sagte Regina Hlozek vom Bauamt. Auch das westliche Treppenhaus samt angebautem Toilettenturm hatte die Verwaltung sanieren lassen.

Vor zwei Jahren hatte Döbeln von Land und Bund rund zwei Millionen Euro im Programm „Brücken in die Zukunft“ erhalten. Das Rathaus ist das größte Bauvorhaben der Stadt, das damit realisiert wurde. Ansonsten ist das Geld weit gestreut und vor allem für kleinere Verbesserungen in den Kitas und Schulen der Stadt verwendet worden. Brandschutz, an dem die Stadt nicht vorbeikommt, steht dabei ganz oben. Gerade ist die Ertüchtigung der Stadtsporthalle kurz vor dem Abschluss. Wenn die Halle durch die Brandschutzexperten abgenommen wird, ist das Vorhaben planmäßig am 28. September beendet. „An dem Wochenende könnten dann schon das erste Handballspiel stattfinden“, sagte Regina Hlozek. Auch der Schulsport ist dann wieder möglich. Für die Arbeiten hatten die Stadt die Sommerferien genutzt.

„Beim Brandschutz sind wir jetzt auf dem neusten Stand“, sagte Hanns. Mit Fördergeld war schon im vorigen Jahr an die Sporthalle der Schule Großbauchlitz eine Fluchttreppe angebaut worden. Verbesserungen an Elektroinstallation und Hausalarmierung hatte es auch in der Schlossbergschule gegeben.

Insgesamt 13 Bauvorhaben hat die Stadt über das Förderprogramm abgewickelt. Die Grundschule Mochau und die Stadtbibliothek hatten neue Fenster bekommen. Die Treppen der Bücherei werden derzeit noch saniert. In den Kitas sind vor allem kleinere Vorhaben umgesetzt worden. Der Montessori-Kindergarten in Beicha wurde ans Abwassernetz angeschlossen. Die Kita Sonnenschein hat für 90 000 Euro einen neu gestalteten Vorplatz bekommen. Im „Haus der kleinen Stifte“ wurde eine Stützwand samt Terrasse gebaut. In der Kita Tausendfüßler sorgt ein neuer Sonnenschutz an den Fenstern für Schatten. In dieser Kita, die die größte der Stadt ist, ist auch noch die Neugestaltung des Außengeländes vorgesehen. Im Frühjahr wird es voraussichtlich losgehen.

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