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Donnerstag, 09.08.2018

MDR berichtet über Kleingärtner-Ärger

Der Streit um eine verlassene Parzelle bringt einen Verein aus Bobersen an den Rand des Ruins, berichtet der Sender.

© Symbolbild/dpa

Bobersen. Über einen Streit zwischen einem Pächter-Pärchen und einem Bobersener Kleingartenverein hat am Dienstag der MDR in der Sendung „MDR um vier“ überichtet. Am gleichen Tag hatten Dreharbeiten dazu in Bobersen stattgefunden, bestätigte der Sender. In dem Bericht geht es um die 148-Parzellen-Sparte Elbfrieden. Einer der dortigen Kleingärten gilt als Schandfleck. Ein Paar hatte den Garten 2009 gepachtet, ihn aber im Laufe der Jahre verlottern lassen. Die 2013 vom Elbhochwasser heimgesuchte Laube soll innen verschimmelt sein, sie gilt als abrissreif, berichtet der MDR.

Wegen ausbleibender Bewirtschaftung und später auch Pachtzahlungen kündigte der Verein den Pächtern. Die widersprachen, der Fall landete vor Gericht. Das bestätigte die Kündigung. Das Pärchen ist inzwischen verschwunden – und der Verein steht mit den Anwaltskosten und geschätzt bis zu 6 000 Euro für die Instandsetzung der Parzelle da. Geld, das der Verein nicht hat. Es drohe die Insolvenz, heißt es im MDR-Beitrag – Der Verband der Gartenfreunde Riesa bestätigt, dass das nicht übertrieben sei. Zwar sei bisher noch kein Verein aus solcherlei Gründen pleite gegangen. Das Problem sei aber verbreitet, die Lage durchaus ernst. Deshalb sei auch beschlossen worden, dass Mitgliedsvereine ab kommendem Jahr einen Betrag von 1,50 Euro pro Parzelle in einen Rückbaufonds einzahlen werden, so Verbandschef Torsten Sittmann. (SZ/ewe)

Der Beitrag kann im Internet in der MDR-Mediathek abgerufen werden. (Sendung MDR um vier vom 7. August, Beitrag „Kleingartenverein droht Insolvenz“)