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Freitag, 09.11.2018

Martin teilte und wird dafür gefeiert

Mit Lampionumzügen feiern die Kirchgemeinden in der Region den Tag des Heiligen Sankt Martin – nicht nur am Sonntag.

Von Daniel Förster

Mit Lampions und Martinshörnchen haben René Gottlöber mit Tochter Linda (li.) und Falk Hörnig mit Tochter Jolina im letzten Jahr dem Heiligen Martin in Stolpen gedacht.
Mit Lampions und Martinshörnchen haben René Gottlöber mit Tochter Linda (li.) und Falk Hörnig mit Tochter Jolina im letzten Jahr dem Heiligen Martin in Stolpen gedacht.

© Daniel Förster

Sächsische Schweiz. Er half in einer bitterkalten Nacht einem armen Bettler und teilte mit ihm seinen weiten Mantel: Es ist diese barmherzige Geste, mit der Kirchgemeinden in der Sächsischen Schweiz an den Heiligen Martin erinnern. Zum Martinstag am 11. November werden in vielen Orten Lampionumzüge organisiert, am Lagerfeuer Martinshörnchen geteilt und Andachten gefeiert, um damit Martins von Tours zu gedenken.

Bereits an diesem Freitag, dem 9. November, steht in der Kirche in Bad Schandau die Martinsgeschichte im Mittelpunkt. 17 Uhr geht es los. Kinder ziehen anschließend mit ihren Eltern durch die Straßen, dem reitenden Martin hinterher. An der Feuerschale werden zum Abschluss Martinshörnchen geteilt.

Erstmalig an einem Freitagabend wird auch in Stolpen Martinsfest gefeiert. Um 17 Uhr ist Treff zur Andacht mit Martinsspiel in der Stadtkirche. Danach startet der Martinsumzug, abgesichert durch die Feuerwehr, durch die Innenstadt. Der Tross mit dem Reiter kehrt dann zur Stadtkirche zurück. Dort bläst der Posaunenchor, während Martinshörnchen geteilt werden. Im alten Steinbruch unterhalb der Burg wartet dann das Team des Burghotels mit Speis und Trank und einem Lagerfeuer. Die Einnahmen und Spenden des Abends kommen dem Langenwolmsdorfer Kinder- und Jugendhaus HuGo zu Gute.

„Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin, ritt‘ durch Schnee und Wind, sein Ross das trug ihn fort geschwind“, so klingt es am 9. November auch in Hohnstein und Sebnitz, wo jeweils 17 Uhr die Lampionumzüge beginnen – in Hohnstein an der Kita „Am kleinen Bahnhof“ und in Sebnitz an der Peter-Pauls-Kirche. In Dorf Wehlen beginnt das Martinsfest am Freitagnachmittag, um 16 Uhr, in der Michaeliskirche, wo eine Andacht gefeiert wird. Auch hier wird anschließend ein Lampionumzug veranstaltet, der am Lagerfeuer endet.

Am Sonnabend, dem 10. November, wird auch in Königstein Martinsfest gefeiert. Um 16 Uhr ist an der Marienkirche, die evangelisch-lutherische Stadtkirche in Königstein, Treff zum Umzug. Begleitet von einem Reiter geht es mit Lampions durch die Stadt. Zurück im Gotteshaus erklingt dort Gitarrenmusik und es wird gesungen. An der Kirche in Lohmen startet der Martinsumzug mit Ross und Reiter am Sonnabend auch um 16 Uhr. Anschließend wird im Pfarrgarten ein Lagerfeuer entzündet. In Rathewalde konzentriert sich das Martinsfest am Sonnabend um die Kirche. Los geht es am Nachmittag um 17 Uhr, danach soll gemeinsam gesungen und am Lagerfeuer im Pfarrgarten Martinshörnchen geteilt werden.

In Heidenau treffen sich die Teilnehmer des Martinsfestes am Sonntag, dem 11. November, um 17 Uhr, an der katholischen Pfarrkirche St. Georg an der Fröbelstraße. In einem kurzen szenischen Stück trifft Martin auf einen erfrierenden Bettler, mit dem er seinen Mantel teilt. Nach dem Spiel gehen die Kinder mit ihren Eltern und Lampions in der Hand zur Christuskirche an die Rathausstraße. Dort werden ebenfalls nach dem Vorbild des Heiligen Martin Hörnchen geteilt. Mit einer Andacht in der St.-Jakobi-Kirche beginnt am 11. November, um 17.30 Uhr, das Martinsfest in Neustadt. In Eschdorf agieren Junge Gemeinde, Kurrende und Posaunenchor ab 17 Uhr beim Martinsfest mit Lampionumzug und Lagerfeuer.

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