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Donnerstag, 12.07.2018

„Lifeline“-Kapitän darf nach Deutschland

Valletta/Dresden. Der in Malta angeklagte deutsche Kapitän des Rettungsschiffs „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, darf das Land zeitweise verlassen. Er habe am Mittwoch seinen Pass zurückbekommen, sagte „Lifeline“-Sprecher Axel Steier.. Das Gericht habe Reisch eine Ausreise nach Deutschland vom 16. bis 29. Juli gewährt, um seine kranke Mutter besuchen zu können.

Reisch steht seit 2. Juli vor Gericht. Dem Kapitän droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Der Prozess soll am 30. Juli fortgesetzt werden. Für die Ausreise habe er eine Kaution von 5 000 Euro hinterlegen müssen, hieß es. Nach seiner Rückkehr müsse er sich in Malta bei der Justiz melden.

Maltesische Justizbehörden hatten am Dienstag die „Lifeline“ durchsucht. Laut maltesischer Schifffahrtsbehörde ist das deutsche Rettungsschiff in den Niederlanden nur über einen Yachtclub angemeldet und damit staatenlos. Ein Schiff, das nicht unter der Flagge eines Staates fahre, darf demnach nicht in internationalen Gewässern fahren. Die „Lifeline“ wurde von den Behörden beschlagnahmt.

Das deutsche Rettungsschiff hatte vor knapp zwei Wochen erst nach mehreren Tagen die Erlaubnis zum Einlaufen in den Hafen von Malta erhalten. Zuvor hatten sich acht EU-Staaten zur Aufnahme der an Bord befindlichen 234 Flüchtlinge bereiterklärt. (epd)

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