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Montag, 11.06.2018

Liebscher holt Silber im Vierer

Der Kanu-Olympiasieger paddelt bei der EM genauso zu einer Medaille wie Steffi Kriegerstein. Sie sitzt im Bronze-Zweier.

Von Frank Kastner

Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein freuen sich über ihre Medaillen bei der Kanu-Europameisterschaft in Belgrad.
Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein freuen sich über ihre Medaillen bei der Kanu-Europameisterschaft in Belgrad.

© Jürgen Lösel

Das war knapp, extrem knapp sogar. Bei der hauchdünnen Millimeter-Entscheidung fehlte den deutschen Kanuten etwas Glück. Der deutsche Kajak-Vierer mit dem Dresdner Tom Liebscher musste sich über 500 Meter den Spaniern um ganze 14 Tausendstelsekunden geschlagen geben. „Es war an sich ein super Rennen“, betonte Schlagmann Max Rendschmidt. „Wir wollten vom Start weg offensiv angehen und auf der Strecke mit hohem Tempo die Spanier in Schach halten. Am Ende hat dann noch etwas die Kraft gefehlt. Wenn wir in den nächsten Wochen an unserem Stehvermögen arbeiten, dann sollte Spanien bis zur WM machbar sein.“ Sie folgt vom 23. bis zum 26. August in Portugal.

Leer ging Liebscher mit seinem Partner Marcus Groß über die gleiche Distanz im Zweier aus. Beide verpassten als Vierte eine Medaille um 66 Hundertstelsekunden.

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte die Dresdnerin Steffi Kriegerstein mit ihrer Partnerin Jasmin Fritz im Zweier über 500 Meter. Erst führte man das Doppel auf Platz vier. Da saß es ein bisschen niedergeschlagen am Anlegesteg. Dann folgte das offizielle Ergebnis: Belgien und Deutschland belegten zeitgleich Position drei. Die Niedergeschlagenheit wandelte sich im Nu in Freude über Bronze um. „Jetzt bin ich erst mal zufrieden“, erklärte Kriegerstein. „Der Start hat uns gerettet.“ Schlagfrau Fitz meinte: „Ich hatte schon mit mir gehadert, dass es meine Schuld ist, weil ich nach unserem offensiven Rennbeginn am Ende etwas fest gegangen war. Es ist unser bislang bestes Rennen gewesen. Wir haben gesehen, dass wir vorn mitfahren können.“ Über 200 Meter kam das Duo auf Rang neun. Mit dem Vierer landete Kriegerstein über 500 Meter auf Platz sechs.

Diese Resultate passten zur EM der vergebenen Chancen. Sportdirektor Jens Kahl sprach von „Ergebnissen im Bereich des Erwartbaren“. Beim Weltcup in Duisburg habe es mit vier Erfolgen „für uns viel Licht, aber auch Schatten“ gegeben. „Der Schatten hat sich nun ein bisschen gelichtet. Hoffentlich kriegen wir ihn bis zur WM ganz weg“, sagte er. (dpa mit sid und SZ)

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