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Freitag, 14.09.2018

LHV vor Wiedergutmachung nach Aue-Niederlage?

Nach dem stimmungsvollen Saisonauftakt gegen den HVO Cunewalde, der in dem bekannten 25:22 mündete, will Handball-Sachsenligist LHV Hoyerswerda seine Heimserie fortsetzen. In der Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums „Konrad Zuse“ hat sich die Mannschaft zu einer kleinen „Heimmacht“ entwickelt. Die letzte Punktspielniederlage musste im Januar gegen Zwickau (17:19) eingesteckt werden. Diese gewonnene Heimstärke liegt dabei auch an dem fantastischen Publikum mit den „Einpeitschern“, die die Mannschaft immer unterstützen und somit noch einmal ein paar Prozent mehr Leistung aus ihren Männern herauskitzeln. Gewirkt hat dies schon beim Auftakterfolg im Ostsachsenderby vor zwei Wochen. Nach dem Spiel attestierte LHV-Trainer Conni Böhme seiner Mannschaft noch große Nervosität und Aufgeregtheit vor dem Saisonstart, dies sollte sich beim zweiten Heimspiel gelegt haben.

Gerade beim Auswärtsspiel in Aue (23:29) haben sich die LHV-Männer auch nicht mit Ruhm bekleckert, sodass der Coach sehr angefressen war. „Ich erwarte zum Spiel gegen die HSG Riesa/Oschatz ein deutliches Zeichen von einigen, dass die Situation in Aue ein Ausrutscher war und Wiedergutmachung betrieben wird“, so Böhme. Auch die HSG Riesa/Oschatz wird kein einfacher Gegner, wie ihre knappe Auswärtsniederlage (34:32) beim HC Glauchau Meerane belegt. Wenn man bedenkt, dass die Glauchauer als Titelfavorit in die Saison gehen, weiß man dieses Ergebnis sehr gut einzuschätzen. Die Gäste leben dabei ähnlich wie die Hoyerswerdaer von ihrem Teamcharakter und sind immer für eine Überraschung gut. Die Tore in Glauchau erzielten dabei nur fünf verschiedene Spieler. Hier könnte der Vorteil auf Hoyerswerdaer Seite liegen, denn diese zeigten sich im Auftaktspiel von allen Positionen torgefährlich und somit verteilten sich die Tore auch auf alle Spieler. Diese Ausgeglichenheit macht es für die Gegner sehr schwer, sich auf das junge LHV-Team einzustellen.

Dazu zeigt sich, dass das taktische Konzept der LHV-Trainer immer mehr greift – bissig und aggressiv in der Abwehr und mit möglichst schnellem Umkehrspiel zum Torerfolg zu kommen. Dabei wird das Tempo stets hoch gehalten. Dazu kommt die ausgeglichene doppelte Besetzung auf den Positionen, was es dem Trainer immer wieder ermöglicht, adäquat zu wechseln und den Spielern die entsprechenden Pausen zu gönnen. Gearbeitet wird weiter an der Chancenverwertung, die im ersten Spiel noch nicht auf dem Niveau war, was sich die Trainer wünschen. Hier heißt es, mehr Kaltschnäuzigkeit an den Tag zu legen.

Im Vorspiel trifft ab 15 Uhr die zweite Mannschaft des LHV in der Ostsachsenliga auf den Radeberger SV II. (LHV/ mit hl)

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