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Montag, 13.08.2018

Lesen auf der Leinwand

Was gibt es Schöneres als Lesen; gleich aus der Kiste... Leider teilen nicht alle die Leidenschaft von Buchhändlerin Florence Green. Anders gesagt; Es kann der Frömmste nicht in Frieden lesen, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt.Zum Eklat kommt es, als die Buchhändlerin Vladimir Nabokovs „Lolita“ im Schaufenster bewirbt.Foto: Public Relations
Was gibt es Schöneres als Lesen; gleich aus der Kiste ... Leider teilen nicht alle die Leidenschaft von Buchhändlerin Florence Green. Anders gesagt; Es kann der Frömmste nicht in Frieden lesen, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt. Zum Eklat kommt es, als die Buchhändlerin Vladimir Nabokovs „Lolita“ im Schaufenster bewirbt. Foto: Public Relations

Gleich zwei Spielorte bietet das BlowUp der KulturFabrik Hoyerswerda in diesem Sommer an: zum einen das Stammhaus in der Braugasse 1, zum anderen das Sommerkino im Schloss am Schloßplatz 1. Letzteres startete am vergangenen Wochenende mit „Blade Runner“; und ehe es dort am Freitag und Sonnabend (17./18. August / jeweils 21 Uhr) dort mörderisch gut weitergeht, steht am jetzigen Donnerstag, dem 16. August, um 19 Uhr erst einmal im Bürgerzentrum Braugasse 1 eine Literaturverfilmung an: „Der Buchladen der Florence Green“ (Regie: Isabel Coixet, Spanien/Großbritannien/Deutschland 2017).

Eine junge Witwe eröffnet Ende der 1950er-Jahre in einem idyllischen Ort an der Ostküste Englands eine Buchhandlung. Kein einfaches Unterfangen, denn die Arbeiter und Fischer des Ortes lesen nicht gern. Und dann ist da noch eine reiche Dame mittleren Alters, die aus dem Buchladen lieber ein Kulturzentrum gemacht hätte und nun eine trickreiche Intrige spinnt, um Florence Green zu vertreiben.

Kongenial inszenierte Verfilmung von Penelope Fitzgeralds Roman „Die Buchhandlung“, in dem der Zwiespalt zwischen Konvention und Moderne verhandelt und gleichzeitig ein Loblied auf das Lesen gesungen wird. In den drei Hauptrollen hervorragend gespielt.

Dieser Film läuft an selber Stelle auch noch einmal am Dienstag der nächsten Woche, dem 21. August, dann um 20 Uhr.

Nun zum Sommerkino am jetzigen Freitag und Sonnabend im Schloss, wie gesagt, jeweils 21 Uhr: Dort gibt es den „Mord im Orient Express“, einen Kriminalfilm von Kenneth Branagh (USA/Malta 2017).

Ein allseits unbeliebter Passagier wird in den 1930er-Jahren auf der Reise von Istanbul nach Paris im „Orient Express“ ermordet. Als der Zug im Schnee stecken bleibt, übernimmt der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot den Fall und stößt unter den Fahrgästen auf zahlreiche Verdächtige. Aufwändige Neuverfilmung des Krimi-Klassikers von Agatha Christie, die geschickt die engen Räume des Luxuszugs sowie die Abgeschiedenheit zum Aufbau von Spannung nutzt. Wie schon die erste Verfilmung von Sidney Lumet aus dem Jahr 1974 ist auch diese mit Kenneth Branagh, Michelle Pfeiffer, Penélope Cruz, Josh Gad, Johnny Depp und Judi Dench außerordentlich prominent besetzt. (red/JJ)