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Mittwoch, 28.03.2018 Kanuwandern

Leisniger Wasserwanderer hoffen auf tolles Wetter

Ab Karfreitag wird zum 58. Mal die Osterfahrt der Kanuten durchgeführt. Die Organisatoren erwarten dazu 30 Teilnehmer.

Von Dirk Westphal

Die Wasserwanderer von Kanu-Leisnig, Steffen Radke (links), Dirk Seidel (rechts) und Thomas Katzschmann, werden  auch bei der 58. Zschopau-Mulde-Fahrt in Waldheim ihre Sportgeräte zu Wasser tragen.
Die Wasserwanderer von Kanu-Leisnig, Steffen Radke (links), Dirk Seidel (rechts) und Thomas Katzschmann, werden auch bei der 58. Zschopau-Mulde-Fahrt in Waldheim ihre Sportgeräte zu Wasser tragen.

© Frank Korn

Leisnig. Die Zeiten in denen an die 500 Wasserwanderer die Zschopau-Mulde-Region zu Ostern bevölkerten, sind vorbei. Dennoch gibt es die traditionelle Drei-Etappen-Tour – seit 2002 unter Federführung der Leisniger Kanuten – nach wie vor. So werden sich am Freitag ab 10 Uhr bei der 58. Fahrt 30 Kanuten von Waldheim aus auf die erste Etappe nach Leisnig begeben.

„Es können natürlich noch ein paar dazu kommen“, hofft Thomas Katzschmann, der mit seinen Mitstreitern vom in diesem Jahr neugegründeten Verein Kanu-Leisnig, die Wanderfahrt organisiert. Dabei ist er sich sicher, dass es auch 2018 gutes Wetter geben wird. „Es wird sonnig mit zehn bis 15 Grad. Das haben sie im Radio gesagt“, so Katzschmann, der anfügt: „Zu warm ist auch nicht gut für uns. Aber es gibt für Wasserwanderer ohnehin kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Sachen.“

Neben Sportlern von seinem Verein nehmen Kanuten aus Berlin, Dresden, Hennigsdorf und Magdeburg teil. Die seien irgendwann früher die Route gefahren und der Tour treugeblieben. So auch Roland Stelzer aus Nieder Neuendorf bei Hennigsdorf. Der gehört praktisch zum Inventar der Veranstaltung und wird bereits seine 41. Fahrt bestreiten. „Als ich 1977 das erste Mal teilgenommen habe, hat mir das landschaftlich so gut gefallen, dass ich immer wieder mitgefahren bin. Ich stamme von der Küste und kannte solche Flüsse mit Wehren oder Felsen nicht. Das war hochgradig interessant. Lediglich 1982 habe ich nicht teilnehmen können. Da herrschte im Norden Maul- und Klauenseuche und wir konnten deshalb nicht anreisen“, sagte Stelzer dem Döbelner Anzeiger.

Am Karfreitag absolvieren die Kanuten das erste Teilstück der Strecke von Waldheim zum Kanuheim nach Leisnig, am Sonnabend führt die Strecke von Leisnig nach Grimma und am Ostersonntag geht der Abschluss von Grimma nach Wurzen. „Es sind jeweils etwa 23 Kilometer“, so Thomas Katzschmann, der denkt, dass etwa 15 Mann von den 27 Mitgliedern des Vereins auf den Beinen sind. Nicht nur, um selbst zu paddeln, sondern auch, um die Veranstaltung zu organisieren, wobei dabei auch Chemnitzer Kanuten von der SG Lauenhain helfen werden.

„Wir hoffen, neben gutem Wetter auch, dass ordentlich Wasser da ist“ sagt der Vereinsvorsitzende, der die Zschopau-Mulde-Fahrt aber nur als ersten Saisonhöhepunkt sieht und sich bereits auf das Jubiläum „60 Jahre Kanusport in Leisnig“ freut, das er mit seinen Vereinskameraden im Sommer begehen will.

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