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Freitag, 14.09.2018

Leichter wird’s nicht – oder doch?

Von Hagen Linke

Das SC-Team für die Mitteldeutsche Handball-Oberliga während des Trainingslagers in Naumburg; hintere Reihe von links nach rechts: Trainer René Althaus, Ayline Trunsch, Sophia Rösler, Vera Apitz, Betty Kulke, Laura Rosemann, Anna Weber, Michaela Rau und Co-Trainer Damian Reichart. Vordere Reihe von links: Marie Grabsch, Nadine Krebs, Charlott Schöps, Alina Weber, Greta Schmidt und Nadja Irmisch. Foto: SC Hoyerswerda
Das SC-Team für die Mitteldeutsche Handball-Oberliga während des Trainingslagers in Naumburg; hintere Reihe von links nach rechts: Trainer René Althaus, Ayline Trunsch, Sophia Rösler, Vera Apitz, Betty Kulke, Laura Rosemann, Anna Weber, Michaela Rau und Co-Trainer Damian Reichart. Vordere Reihe von links: Marie Grabsch, Nadine Krebs, Charlott Schöps, Alina Weber, Greta Schmidt und Nadja Irmisch. Foto: SC Hoyerswerda

Nicht in das berühmte zweite schwere Jahr gehen die Handball-Frauen des SC Hoyerswerda, sondern bereits in ihre fünfte Saison in der Mitteldeutschen Oberliga (MDOL). Nach dem Aufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse 2014 war es in jedem Jahr mehr oder weniger knapp, diese Liga zu halten. Im Mai gelang das erst im letzten Spiel in den Schlusssekunden gegen Koweg Görlitz (19:18).

Nun ist die Liga um zwei auf zehn Teams reduziert und alles ab Platz 8 muss voraussichtlich absteigen. „Es wird schwerer als im letzten Jahr“, vermutet SC-Trainer René Althaus. Für einige seiner Spielerinnen ist die Frauen-Oberliga neu. Betty Kulke, Greta Schmidt, Marie Grabsch und Ayline Trunsch rücken von der B-Jugend nach oben. Greta Schmidt muss mit der Spielberechtigung bis zu ihrem 16. Geburtstag im Oktober warten. Zurück beim SC ist Nadja Irmisch, die im Juniorteam des HC Rödertal in der MDOL eine gute Rolle gespielt hat. „Sie ist eine sehr gute Verstärkung“, sagt der Trainer. Demgegenüber stehen eine Reihe Abgänge aus privaten und beruflichen Gründen: Laura Schmidt, Natascha Will, Nicole Seidel, Carolin Uhlmann und Lea Schkommodau. Auch, um die jungen Spielerinnen zu integrieren, absolvierte das Team vor vier Wochen ein dreitägiges Trainingslager im Jugend- und Sporthotel Euroville in Naumburg. „Sie haben als Team richtig gut zusammengefunden“, berichtet René Althaus. So sind Patenschaften entstanden, die 15- und 16-Jährigen haben sich ältere Spieler ausgesucht. Der Nachwuchs soll behutsam an den Frauenbereich herangeführt werden. Die Mädchen sind auch noch berechtigt, mit der B-Jugend des Vereins in der Mitteldeutschen Oberliga anzutreten. Mit der Vorbereitung ist das Trainerteam zufrieden. Alle hätten gut mitgezogen. Ein Ziel, mehr im Athletikbereich zu arbeiten, wurde umgesetzt. Hier sieht René Althaus die Frauen auf einem besseren Niveau als im Winter.

Der Kader ist nun etwas breiter aufgestellt als im Vorjahr. Das könnte die Aufgabe in dieser Saison leichter machen. Aufgrund von Personalsorgen musste das Team zuletzt mitunter mit Minimalbesetzung antreten. Dass die Frauen-Staffel reduziert worden ist, sorgt für einige pflichtspielfreie Wochenenden zusätzlich. „Wir hoffen, das mit Trainingsspielen ausgleichen zu können“, sagt René Althaus, der seit dem Frühjahr mit Damian Reichart einen wichtigen Unterstützer als Co-Trainer hat. In Vorbereitung auf die neue Spielserie haben die Frauen ein Testspiel absolviert. Gegner war der TSV Germania Massen aus der Brandenburgliga. „Das war schon ganz ordentlich“, befand Damian Reichart.

Spannend dürfte es nun werden, was die Mannschaft zum Saisonauftakt am morgigen Samstag im BSZ gegen Koweg Görlitz zeigen kann. Ausgerechnet Görlitz. Die Hoyerswerdaer rechnen damit, dass die Gäste alles daran setzen werden, für die bittere 18:19-Niederlage im Frühjahr Revanche zu nehmen. Unter dem Slogan „Alle in Halle“ trommeln die SC-Frauen um Unterstützung. Anders als im letzten Jahr beginnen die Heimspiele nicht erst um 20 Uhr. Außerdem hat die Mannschaft auch einige Sonntagsauftritte daheim.

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