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Mittwoch, 13.06.2018

Landeskrone ist schon lange geschützt

Susanne Sodan
Susanne Sodan

© Frank Baldauf

Ha, jetzt wissen wir alle, worauf wir unsere Wut lenken können. Die Schuldigen sind gefunden: Vögel, Fledermäuse und Naturschützer. Immer dasselbe Spiel, ob am See oder auf dem Berg: Tiere, so klein sie auch sein mögen, schaffen es immer wieder, große Vorhaben auszubremsen. Dass die auch immer dann brüten oder ihre Jungen aufziehen müssen, wenn gebaut werden soll.

Nur, die Landeskrone ist nicht erst seit gestern Naturschutzgebiet, sondern schon seit mehreren Jahrzehnten. Deshalb war es vielleicht auch absehbar, dass der Naturschutz eine Rolle spielen könnte bei dem Straßenvorhaben. Wann die Stadt nun von den Vögeln und den Fledermäusen wusste und ob es nun schon früher Absprachen mit den Naturschützern des Kreises hätte geben müssen, sei dahingestellt. Was es jetzt aber geben sollte, sind gute Absprachen mit der Gastronomie auf der Landeskrone.

Denn so sehr der Naturschutz seine Berechtigung hat, so sehr bringen andererseits die Auswirkungen – also die Verschiebung der Straßensanierung – den Burghof auf der Landeskrone in eine schwierige Situation. Viele Buchungen für August und September stehen schon lange im Plan. Und dass die Inhaberin nicht auf die Touristen in der besten Sommerzeit verzichten will, ist auch sehr verständlich. Nun ist beides nicht mehr zu ändern: Vögel wie Fledermäuse werden wegen so einer Straßensanierung nicht in Urlaub fliegen. Und genauso ist es der Gastro-Inhaberin nicht zuzumuten, Bestellungen abzusagen. Braucht sie laut Stadt ja auch nicht, die langfristig gebuchten Feiern sollen stattfinden. Beim Rest, beim Tagesgeschäft? Um das aufrecht zu erhalten, braucht es eine sehr gute Abstimmung.

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