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Mittwoch, 12.09.2018

Staatskapelle spielt gegen Fremdenfeindlichkeit

Leipzig/Dresden. Das Gewandhausorchester Leipzig und die Staatskapelle Dresden geben gemeinsame Konzerte für ein friedliches Miteinander. Damit reagieren die beiden großen sächsischen Orchester auf eine Entwicklung, die die Musiker „mit großer Sorge“ beobachten, wie sie jetzt mitteilten: „Die zunehmende Intoleranz und Aggression gegenüber anders aussehenden oder anders denkenden Menschen.“ Herbert Blomstedt, Ehrendirigent beider Orchester, wird die Konzerte am 15. September in Leipzig und am 12. November in Dresden leiten. Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz und Brahms. Bei beiden Konzerten handelt es sich um lange geplante Saisonvorhaben, die durch das spontan entschiedene „gemeinsame Musizieren“ in ihrem Charakter verändert werden.

Im Gewandhausorchester und der Staatskapelle wirkten Menschen aus 20 Nationen „respekt- und achtungsvoll“ zusammen, erklärten die Orchester. „Wir vertreten mit Nachdruck zwischenmenschliche Werte wie Achtung, Toleranz und Weltoffenheit.“ Nur durch das Wiedererlangen eines respektvollen Umgangs miteinander sei eine angstfreie und lebenswerte Gesellschaft möglich. Für diese Botschaften sollen die Konzerte ein Zeichen setzen. (SZ)

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