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Dienstag, 11.09.2018

Die Staatskapelle lädt in den Malsaal ein

Von Bernd Klempnow

Die Sächsische Staatskapelle Dresden probiert Ungewohntes. An diesem Sonntag startet die neue Kammermusik-Reihe „Kapelle 21“. In der erklingt ausschließlich Musik der Moderne und des alljährlichen Capell-Compositeurs. Doch nicht nur die Konzentration auf Zeitgenössisches macht diese Reihe so interessant. Auch die Aufführungsorte sind teilweise Neuland für das Orchester. Zum Start ist der Malsaal der Theaterwerkstätten das Podium. Das nächste Mal musizieren die Virtuosen im Festspielhaus Hellerau. „Wir suchen in dieser Reihe den engen, direkten Kontakt zum Publikum“, sagt Robert Oberaigner, Soloklarinettist und Mitglied des Kammermusikbeirates. Gemeint sei, dass die Stücke vor der Aufführung erklärt und angespielt werden, damit „die Zuhörer sie besser verstehen und die Intentionen der Komponisten nachvollziehen können“.

Zudem erhoffen sich die Musiker jenen regen Austausch mit dem Publikum, wie sie es von Porträtkonzerten etwa in der intimen Schlosskapelle her kennen. „Da ist kein Graben zwischen uns. Da gibt es keine Distanz. Da können auch wir mal erläutern, wie wir die Musik verstehen oder eben auch nicht.“ Im Zweifel werden die Notenblätter gezeigt, wenn der Komponist auch mal grafisch Reizvolles niedergeschrieben habe. „So wollen wir den Leuten die Angst vor neuer Musik nehmen.“

Das erste Werkstattkonzert widmet sich der Uraufführung von Simone Fontanellis „C’era una volta un pezzo di legno – Es war einmal ein Stück Holz“ frei nach Collodis „Pinocchio“-Erzählung. Der italienische Komponist wird von seiner Arbeitsweise berichten, bevor die musikalischen Abenteuer des Holzmännchens zu hören sind. Gut eine Stunde dauert das Konzert.

Werkstattkonzert: 16. 9., 19 Uhr, Malsaal der Werk-

stätten, Am Zwingerteich 2a; Karten je zehn Euro.

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