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Freitag, 13.07.2018

Bayer will Dresden „Mars“-Skulptur nicht schenken

Dresden. Der Pharmakonzern Bayer hält trotz einer Bitte von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) um eine Schenkung oder Dauerleihgabe am Verkauf der wertvollen „Mars“-Skulptur nach Dresden fest. „Wir haben uns mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden einvernehmlich über einen Verkauf geeinigt“ und man habe deren Angebot angenommen, teilte das Unternehmen mit. Man halte sich an die Vereinbarung und die getroffenen Zusagen, „die übrigens unter Mitwirkung der Ministerin entstanden sind“. Grütters hatte Bayer-Chef Werner Baumann in einem persönlichen Brief gebeten, die „Mars“-Skulptur doch noch zu schenken.

Der Museumsverbund will das Werk von Renaissancebildhauer Giambologna (1529 – 1608) mit Hilfe mehrerer Geldgeber kaufen. Grütters hatte darauf verwiesen, dass Bayer den „Mars“ einst selbst als Schenkung erhielt und dieser nun aus Steuergeldern bezahlt werden müsse. Der Konzern hatte die Bronze nach öffentlichem Protest in letzter Minute von einer Sotheby’s-Auktion in London Anfang Juli zurückgezogen. Er will mit dem Erlös nach eigenen Angaben in junge Kunst investieren.

Die knapp 40 Zentimeter große Statuette gehört zum ältesten Bestand der Dresdner Kunstsammlungen, Giambologna hatte sie 1587 Sachsens Kurfürst geschenkt. 1924 war sie in Privatbesitz gelangt, 1983 der Bayer AG geschenkt worden. Der „Mars“ gilt als national wertvolles Kulturgut. In ihrem Brief erinnerte Grütters den Bayer-Chef an seine gesellschaftliche Verantwortung. (dpa)

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