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Dienstag, 07.08.2018

Auch das Zuhören hat Grenzen

Die Dresdner Diskussionsreihe „Streitbar“, die mit den Autoren Tellkamp und Grünbein begann, wird im September fortgesetzt.

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Frank Richter bei einem Wahlkampfauftritt für seine Bewerbung auf das Amt des Oberbürgermeisters von Meißen.
Frank Richter bei einem Wahlkampfauftritt für seine Bewerbung auf das Amt des Oberbürgermeisters von Meißen.

© Claudia Hübschmann

Schriftsteller Marcel Beyer hat 2016 den Büchner-Preis erhalten.
Schriftsteller Marcel Beyer hat 2016 den Büchner-Preis erhalten.

© kairospress

Meinungsfreiheit als Chance und Gefahr: Das ist das Thema der nächsten Diskussionsrunde in der Reihe „Streitbar“. Sie wird vom Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 im Amt für Kultur und Denkmalschutz und den Städtischen Bibliotheken initiiert. Die Schriftsteller Durs Grünbein und Uwe Tellkamp hatten im März mit einem deutschlandweit beachteten Streitgespräch den Anfang gesetzt. An der nächsten Runde am 17. September sind der Schriftsteller Marcel Beyer, der Theologe Frank Richter und der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen beteiligt. Sie diskutieren über Fragen wie: Wie viel Zuhören wollen wir? Wie viel Shitstorm ertragen wir? Wo liegen die Grenzen der Hochgeschwindigkeitskommunikation und wo die Grenzen des Sagbaren und des Unaushaltbaren?

Büchner-Preisträger Marcel Beyer hat sich einen Namen gemacht als Verfasser von Lyrik, Essays und Romanen. Vielfach setzt er sich mit der deutschen Geschichte auseinander. Zuletzt veröffentlichte er den Band „Das blindgeweinte Jahrhundert“.

Der Meißner Theologe Frank Richter war von 2009 bis 2017 Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, zuletzt Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche. „Hört euch endlich zu. Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet“ ist der Titel seines jüngsten Buches.

Der Wissenschaftler Bernhard Pörksen forscht und lehrt an der Universität Tübingen über Medienwandel im digitalen Zeitalter, Krisen- und Reputationsmanagement, Inszenierungsstile in Politik und Medien und die Dynamik von Skandalen als Spiegel aktueller Wertedebatten. Anfang des Jahres erschien sein Buch „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Gereiztheit“. (SZ/kgr)

„Streitbar“ am 17. September, 19.30 Uhr, Kulturpalast Dresden, Foyer im zweiten Obergeschoss

Kostenfreie Karten ab 15. August am Ticketschalter der Herkuleskeule (max. 2 Karten pro Person)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. Aufwachen!

    Ich hätte da ein Thema: "Deutschland verfällt in eine Rassismus-Hysterie - Ist Deutschland so rassistisch, wie es die Debatte um #MeTwo nahelegt? Zweifel sind angebracht. Die Debatte führt ins Nirgendwo, es fehlt ihr jedes Mass." In der Neuen Züricher Zeitung (online). Aus Sicht des Auslandes macht sich Merkel-Buntland nur noch lächerlich! Alle schütteln nur noch den Kopf über die linksgrüngewaschene meinungs- und Deutungshoheit in Politik, Parteien, Medien, Kultur, Kirchen, Gewerkschaften, Bildungssystemen ...ja sogar im Sport. Das Gute und Hoffnungsvolle daran aber ist: Gesellschaftssysteme, die an diesem einerseits zutiefst dekadenten, aber auch zunehmend meinungs- und überwachungsdiktatorischen Status Quo angelangt sind, brauchen nur einen Zündfunken zum Umkippen. Das wird die zahlenmäßige Übernahme der Gesellschaft durch zu 90% muslimische und dauerhaft sozialsystemabhängige (illegale!!!) Migranten geschehen. LinksGrün = verbrannte DEUTSCHE Erde. Der Horror auch für Integrierte.

  2. MajorKong

    @1: Die Frage, ob und in welchem Umfang es in Deutschland Rassismus gibt, kann aus meiner Sicht nur von den hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund (Deutschen wie Nichtdeutschen) beurteilt werden, alle anderen reden zu diesem Thema wie ein Blinder von der Farbe. Im Übrigen: könnte Ihre Empfindung, in einer "Meinungsdiktatur" zu leben, möglicherweise einfach darauf zurückzuführen sein, dass die allermeisten Menschen in diesem Land anderer Meinung sind als Sie?

  3. wenzel 3

    @1: Man kann natürlich die Meinung vertreten, dass die vielen gesellschaftlichen Debatten zu allen möglichen aktuellen Themen nerven und sich deshalb diesen entziehen. Kein Mensch ist gezwungen sich daran zu beteiligen. Anonym zu polemisieren oder zu hetzen ist natürlich viel einfacher. In der öffentlichen Diskussion blamiert sich jeder so gut er kann. Heikle gesellschaftliche Themen zu debattieren ist ein Fortschritt auf den in anderen Ländern manche Menschen neidisch blicken. Das sind oft Länder mit "meinungs- und überwachungsdiktatorischen Status Quo". Es ist wie in der konservativen Familie: Geredet wird nur über Positives. Wer das Tabu bricht, wird als Nestbeschmutzer ausgegrenzt. Ist ja alles nicht neu. Dass Sie hier wieder Migranten und Muslime in Ihren Weckruf einbauen, verät Ihren ideologischen Position. "Linksgrün= verbrannte DEUTSCHE Erde ist eine Behauptung! Rechtsbraun = verbrannte DEUTSCHE Erde ist historisch belegte Realität!

  4. MajorKong

    @3: Volle Zustimmung, ich würde vielleicht noch ergänzen: "Linksgrün = verbrannte DEUTSCHE ERDE" ist eine DURCH NICHTS BELEGTE UND AUCH NICHT ZU BELEGENDE Behauptung.

  5. Jörg

    @3Wenzel3, Migranten und Muslime in den Weckruf einzubeziehen ist zwingend notwendig. Gerade diese Gruppe fordet permanent Respekt. Im täglichen Zusammenleben allerdings bei einigen Gästen nur als Einbahnstraße zu erkennen. Auch eine Form von Rasismus, allerdings gegeüber den schon länger hier lebenden.

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