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Freitag, 09.11.2018

Kreis-Ortschronisten suchen Zeitzeugen

Die Ortschronisten arbeiten an einem Museumsband über die letzten Kriegstage 1945. Dafür brauchen sie Hilfe.

© Archiv/SZ

Sebnitz. Chronisten aus mehreren Orten im Landkreis haben sich in dieser Woche in Sebnitz getroffen. Ihren Stammtisch haben sie in den Städtischen Sammlungen abgehalten. Darüber informiert Andreas Fels, Ortschronist aus dem Kurort Rathen. Gleich mehrere Themen standen auf dem Programm. So haben sie sich unter anderem Kreisdenkmalpfleger Hartmut Gräfe eingeladen. Im Mittelpunkt habe die Zusammenarbeit zwischen der Unteren Denkmalsbehörde und den Ortschronisten gestanden. „Wir wissen zum Beispiel viel über alte Häuser, deren Besitzer beziehungsweise auch über die Nutzung der Häuser. Und es ist eben auch wichtig, dass die Denkmalpfleger informiert sind, dass es solche Leute vor Ort gibt, die sie auch fragen können“, sagt Andreas Fels. Außerdem haben die Ortschronisten über neue Projekte beraten. So soll im Jahr 2020 wieder ein Museumsband herausgebracht werden. Im Fokus steht speziell das Jahr 1945 mit den letzten Kriegstagen und den Tagen danach. Es gebe viele Geschichten, manche seien überliefert und manche belegt. Da die Zeitzeugen weniger werden, sei es wichtig, diese Geschichten aufzuarbeiten. Die Ortschronisten hoffen da auf die Hilfe aus der Bevölkerung. „Wer Geschichten kennt, die auch belegbar sind, sollte diese aufschreiben und sich an die jeweiligen Museen wenden“, sagt Fels. Der Museumsband selbst soll eine chronologische Abfolge der Geschehnisse damals im Landkreis darstellen. Und wenn Ortschronisten schon im Museum sind, dann haben sie auch das Angebot angenommen, hinter die Kulissen zu blicken. Der ehemalige Museumsleiter Manfred Schober konnte zum Beispiel viel über die umfangereichen Archivbestände des Museums berichten. Eine Führung durch das Haus rundete den Stammtisch ab. (SZ/aw)

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