• Einstellungen
Freitag, 09.11.2018

Koweg-Frauen müssen den Schock abschütteln

Von Frank Thümmler

Bild 1 von 2

Jelena Bader beim Wurf. Die erfahrene Spielerin muss am Sonntag das junge Görlitzer Team wieder klug führen, soll auch der sechste Sieg in Folge gelingen.Foto: H.-E. Friedrich
Jelena Bader beim Wurf. Die erfahrene Spielerin muss am Sonntag das junge Görlitzer Team wieder klug führen, soll auch der sechste Sieg in Folge gelingen. Foto: H.-E. Friedrich

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Handball, Mitteldeutsche Oberliga

Koweg Görlitz  (1.) – SV Union Halle-Neustadt (2.)So.,17.00

Für die Görlitzer Handballerinnen war diese Woche dadurch geprägt, den Schock vom letzten Heimspiel zu bewältigen. Im Spiel gegen Dessau war ein Zuschauer auf der Tribüne zusammengebrochen. Rettungsmaßnahmen wurden sofort eingeleitet, das Spiel letztlich abgebrochen. Inzwischen haben die Görlitzerinnen erfahren, dass für den Mann, der regelmäßig Heimspiele der Koweg-Frauen besucht hat, jede Hilfe zu spät kam. „Wir haben am Sonntag 40 Minuten lang in der Kabine gesessen. Das alles war schon schwer. Ich habe dann meinen Spielerinnen freigestellt, ob sie zum Training kommen. Aber sie waren alle da. Wir haben über alles geredet. Und ich spüre, dass alle versuchen, sich auf das Spiel am Sonntag zu fokussieren“, erzählt Trainer Jörg Adam. Es wird unter anderem vor dem Spiel eine Schweigeminute geben. „Ab dem Ende dieser Schweigeminute sollen alle wieder an Handball denken. Wir wollen sofort voll da sein, und ich hoffe, dass uns die Zuschauer dabei unterstützen“, sagt Adam. Voll dazusein, wird gegen den bisher stärksten Saisongegner der Görlitzerinnen auch erforderlich sein. Die Zweitliga-Reserve aus Halle, mit Spielerinnen des Sportgymnasiums gespickt, hat ebenfalls die ersten fünf Spiele gewonnen, bevor es am vergangenen Wochenende die erste Niederlage im Heimspiel gegen Niederndodeleben gab (22:23). Viel sagen zum Gegner kann Adam nicht, zu sehr verändern sich solche Ausbildungsteams von Jahr zu Jahr. Nur so viel: „Dass dieses Team mit vorn steht, ist kein Zufall. Die meisten Spielerinnen trainieren sechs- bis achtmal pro Woche.“ Chancen, das Spiel zu gewinnen, sieht der Koweg-Trainer trotzdem, gerade weil auch die eigenen jungen Spielerinnen ein ähnliches Potenzial mitbringen und ihnen starke erfahrene Spielerinnen zur Seite stehen. Die Personalsituation gegenüber der vergangenen Woche, als lediglich eine Feldspielerin auf der Wechselbank saß, wird sich verbessern. Wegen einer Autopanne konnten Jelena Bader und Kinga Zychniewicz nicht anreisen, das Auto fährt wieder. Und Trainer Jörg Adam scheint eine Überraschung im Köcher zu haben. Jedenfalls ist der Fanclub beauftragt, einen Blumenstrauß zu besorgen… (fth)

Handball, Sachsenliga

SV Koweg Görlitz (3.) – Germania Zwenkau (4.) Sa.,19.00

Nach fast sechswöchiger Abstinenz spielen die Sachsenliga-Handballer des SV Koweg Görlitz wieder einmal in den heimischen vier Wänden. Nach sechs absolvierten Spielen hat Zwenkau bereits fünf Siege auf dem Konto. Einzig die SG Cunewalde/Sohland schaffte es Ende September, den Viertplatzierten mit 33:32 in die Knie zu zwingen. Die Gäste wittern ihre Chance, am Sonnabend den Görlitzern den Bronzeplatz streitig zu machen, auch wenn der Kader nur dezimiert antreten kann – die A-Juniorinnen der DHfK sind fast zeitgleich in der Jugend-Bundesliga im Einsatz.

Die Blau-Gelben tun gut daran, sich auf sich zu konzentrieren. Gerade der letzte Auswärtsauftritt beim Oberliga-Absteiger HC Glauchau/Meerane sollte Mut machen. Und folgt man dem stetigen Muster der letzten vier Heimduelle gegen Zwenkau mit dem gleichmäßigen Wechsel von Sieg und Niederlage, müsste wieder ein Doppelpunktgewinn der Görlitzer anstehen. Personell stehen die Vorzeichen jedenfalls gut: alle Teammitglieder sind fit. (re)

Fußball, Sachsenliga

FV Eintracht Niesky (8.) – Kickers 94 Markkleeberg Sa.,15.00

In der Landesliga geht es in dieser Saison ungemein ausgeglichen zur Sache. Vom Dritten (Großenhainer FV 90, 17 Punkte) bis zum 13. (SV Germania Mittweida, 11 Punkte) sind es nur sechs Punkte. Mittendrin befinden sich die Eintrachtkicker, die sich mit 15 Punkten derzeit auf Rang acht wiederfinden. Der Gegner aus Markkleeberg belegt hingegen Platz vier und hat zwei Zähler mehr auf dem Konto. Die Kickers waren bereits zweimal auf der Jahnsportstätte zu Gast. In den beiden Partien verloren sie (1:0 und 3:0). Sicher soll sich an dieser Statistik etwas ändern. Hoffnung kann man den Markkleebergern bei Ansicht der Heimbilanz der Nieskyer auf jeden Fall machen. Drei von fünf Spielen gingen in dieser Saison verloren. Die Kickers gewannen ihre letzten beiden Partien gegen den Zweiten aus Grimma mit 2:1 und gegen den SV Olbernhau mit 3:1. Nun wollen sie das, was die Nieskyer schon geschafft haben, nämlich den dritten Sieg in Folge. Durch eben diese drei Siege sieht die Situation in der Liga für die Eintracht schon wieder deutlich sonniger aus. Nachdem man vor vier Spieltagen noch auf dem 14. Platz stand, konnte man sich durch vier Siege aus den letzten fünf Spielen wieder weiter oben in der Tabelle platzieren. Die guten Leistungen der letzen Wochen wollen die Männer um Trainer Paul Neumann weiter bestätigen und dem gebeutelten Heimpublikum auch mal wieder einen Sieg schenken. (tg)

Fußball, Landesklasse Ost

Der so stark in die Saison gestartete Aufsteiger VfB Weißwasser ist nach vier Niederlagen in den letzten fünf Pflichtspielen wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Allerdings war auch die Gegnerschaft ausgesprochen stark. Jetzt kommt das routinierte Team aus Crostwitz, das eher schwach in die Saison gestartet war, zuletzt aber mit Siegen in Trebendorf und einem Heimremis gegen den Spitzenreiter Neustadt/Spree überzeugen konnte. Das dürfte für Weißwasser keine leichte Aufgabe werden.

Trebendorf ist auf den letzten Platz abgerutscht und braucht dringend Punkte. Gegen wen will man sie holen, wenn nicht zu Hause gegen den Tabellenzehnten Großröhrsdorf. Der Gegner wird das Gleiche sagen, und hat schon einige Male überrascht – zum Beispiel beim 5:0-Sieg beim SV Oberland Spree. (fth)

Fußball, Kreisoberliga

Die Fußballfans in der Oberlausitz werden weiter verwöhnt. Auch am 12. Spieltag kommt es zu einem absoluten Spitzenspiel: Tabellenführer Rauschwalde gastiert beim SV Neueibau. Die Hausherren liegen drei Punkte und zwei Plätze hinter dem GFC und können bei einem Sieg am Konkurrenten vorbeiziehen. Ob es dann aber zur Tabellenführung reichen würde, sei dahingestellt. Der Zweitplatzierte VfB Zittau reist als klarer Favorit zum Derby nach Olbersdorf und kann bei einem Patzer von Rauschwalde die Tabellenführung übernehmen.

Unterdessen sucht der LSV Friedersdorf den Anschluss an das Mittelfeld, könnte mit einem Sieg in Kemnitz bis auf einen Zähler an den FSV heranrücken. Gebelzig und die Oderwitzer Reserve müssen weiter Punkte im Abstiegskampf einfahren. Im direkten Duell werden sich beide Vertretungen am Sonnabend nichts schenken. Der SC Großschweidnitz-Löbau atmete zuletzt dank eines Sieges gegen Olbersdorf auf, muss jetzt aber zum schweren Auswärtsspiel in Rietschen antreten. Für Bad Muskau scheint der Zug in Richtung Klassenerhalt abgefahren, während Aufsteiger Bertsdorf mit 16 Punkten auf bestem Weg dahin ist und zu Hause gegen die Parkstädter nachlegen möchte. Bereits am Sonnabendmittag benötigt die Eintracht-Reserve im Heimspiel gegen Obercunnersdorf wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Am Sonntag ist Lok Schleife in Holtendorf zum Abschluss des Spieltages zu Gast. (stw)