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Donnerstag, 23.08.2018

Konstanz wird großgeschrieben

Dynamos Bilanz gegen Heidenheim ist positiv. Doch die Vorzeichen könnten nach dem Trainerwechsel besser sein. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit einem Ex-Dresdner.

Von Timotheus Eimert

Die Dynamos jubeln am 9. März nach dem 3:2-Siegtreffer von Moussa Koné (r.) gegen Heidenheim. Die Bilanz der Dresdner kann sich sehen lassen.
Die Dynamos jubeln am 9. März nach dem 3:2-Siegtreffer von Moussa Koné (r.) gegen Heidenheim. Die Bilanz der Dresdner kann sich sehen lassen.

© Eibner-Pressefoto

Der 1. FC Heidenheim sollte für Dynamo Dresden eigentlich ein gutes Pflaster sein. Immerhin gewannen die Schwarz-Gelben vier von acht Aufeinandertreffen. Zweimal trennte man sich unentschieden, zweimal waren die Baden-Würtenberger erfolgreich.

Doch die Vorzeichen könnten besser sein. Am Mittwochabend wurde die Trainerentlassung von Uwe Neuhaus bekannt. Knapp drei Jahre leistete der gebürtige Westfale bei Dynamo seinen Dienst und war damit schon der Trainer mit der zweitlängsten Nachwende-Amtszeit – Konstanz sieht anders aus.

Der kommende Gegner verkörpert da das ganze Gegenteil. Seit 2007 ist Frank Schmidt Trainer der Heidenheimer und damit der Dienstälteste im deutschen Profifußball. Im gleichen Zeitraum saßen bei Dynamo elf verschiedene Trainer auf der Bank. Am Sonntag kommt Nummer zwölf hinzu – Dynamo-Legende Christian Fiel soll den Karren aus dem Dreck ziehen.

Dass dieses Vorhaben nicht so einfach wird, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Heidenheim in dieser Saison noch ungeschlagen ist. Gegen Bielefeld und Kiel holte die Schmidt-Elf an den ersten beiden Spieltagen jeweils ein 1:1-Unentschieden. Im Pokal gewann der Zweitligist gegen den Viertligisten SSV Jeddeloh II souverän mit 5:2.

Dabei überzeugte ein Spieler besonders: Kolja Pusch. Der 25-Jähirge war mit zwei Treffern der überragende Mann auf dem Platz und scheint in seinem zweiten Jahr bei den Heidenheimern richtig aufzublühen. 2017 kam er aus Regensburg an die Brenz. War er beim SSV Jahn noch Stammspieler und maßgeblich am Zweitligaaufstieg in der Relegation gegen 1860 München beteiligt, kam er in der abgelaufenen Saison nie an seine Leistungsgrenze. Jetzt scheint es aber zu laufen. Der offensive Mittelfeldspieler könnte den Schwarz-Gelben am Sonntag in seiner momentanen Verfassung gefährlich werden.

Gefährlich werden könnte auch ein Ex-Dynamo. Robert Andrich kam in der Sommerpause aus Wiesbaden. Bisher durfte der Stürmer in der Liga insgesamt nur 19 Minuten spielen. Die anderen Neuzugänge durften da schon länger ran. Ein Name lässt neben Andrich besonders aufhorchen: Niklas Dorsch. Der Mittelfeldspieler kam vom FC Bayern München, wo er seit der U15 gespielt hat und letzte Saison auch in der ersten Mannschaft debütierte. „Er wird sicher derjenige sein, der eine richtig gute spielerische Note mit reinbringen kann“, sagt FCH-Trainer Schmidt über seinen neuen Schützling.

Eine spielerische Note bringt auch Kapitän Marc Schnatterer rein. Er gehört in der 2. Liga zu den besten Fußballern. Seit 2008 spielt der 32-Jährige in Heidenheim und ist seitdem zur Vereinslegende aufgestiegen. „Für mich stimmen hier einfach die Rahmenbedingungen“, sagte Schnatterer einmal auf die Frage, warum er so lange beim gleichen Verein spielt. „Wenn man zehn Jahre zurückblickt, ist der Trainer noch der gleiche, der einstige Geschäftsführer und jetzige Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald ist der gleiche und ich bin auch noch hier. Die Zusammenarbeit macht immer noch unglaublich viel Spaß. Das rostet auch nicht ein“, erklärte er auch die passenden Rahmenbedingungen. Und da wäre es wieder – das Thema Konstanz.

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