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Montag, 09.07.2018

Kommentar: Öffentliche Vorhaben müssen schneller gehen

Kerstin Fiedler über die lange Planung des Radwegs an der B 96

© uwe soeder

Königswartha. Die Erinnerung an einen kalten Januartag im Jahr 2009 hatten noch einige der Leute, die am Montag zur Eröffnung des Radwegs an der B 96 zwischen Caminau und Wartha in der Gemeinde Königswartha kamen. Denn da begann eine Odyssee, die bis 2015 dauerte. Die Geschäftsführung des Kaolinwerks forderte damals einen Radweg für die Mitarbeiter. Warum der so lange gedauert hat, hat einen Grund: Ein Flächeneigentümer wollte sein Grundstück für den Wegebau nicht verkaufen, ging den gerichtlichen Weg bis zum Ende.

Eine Zeit, an der die Strecke zum Unfallschwerpunkt wurde, immer wieder auch Radfahrer gefährdet waren und verunfallten. Deshalb sollte sich die Politik darüber endlich mal Gedanken machen, wie diese Art von Verkehrsvorhaben, die im öffentlichen Interesse stehen, schneller umgesetzt werden können. Klar ist es wichtig, mit den Eigentümern zu reden und sie angemessen zu entschädigen. Aber dass ein einzelner Grundstücksbesitzer es dann in der Hand hat, alles aufzuhalten, das kann kein Politiker den Menschen vor Ort erklären. Und deshalb sollte Marko Schiemann, der Bautzener Landtagsabgeordnete, seine Forderung nicht nur bei solchen Terminen, sondern auch im Landtag anbringen – damit dann auch Gesetze geändert werden können.

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