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Donnerstag, 17.05.2018

Kommentar: Anwohner-Sorgen ernst nehmen

Natürlich, wer etwas nutzt, soll dafür auch bezahlen. Das gilt auch für Straßen. Einheimische Pkw-Fahrer zahlen Steuern, einheimische Brummis auch. Aber was ist mit den tonnenschweren Lastern aus dem Ausland? Auch die zahlen mittlerweile. Maut nämlich. Bisher allerdings nur auf Autobahnen. Nicht wenige haben sich deshalb darauf spezialisiert, die kostenlose Alternative Bundesstraße zu nutzen, um möglichst viele Autobahn-Kilometer auch im Wortsinn zu sparen. Moderne Navigations-Geräte machen die Suche dabei leicht.

Doch mit dem kostenlosen Ausweichen auf die Bundesstraße ist es ab Juli vorbei. Dann müssen die Laster auch hier bezahlen. Oder sie suchen sich neue Ausweichmöglichkeiten. Die Staatsstraßen zum Beispiel. Die sind oft ebenfalls gut ausgebaut; und eine Maut gibt es hier nicht. Wird es wohl auch nicht geben.

Nun fürchen die Anwohner, dass sie demnächst mit jeder Menge Lärm vor ihrer Haustür rechnen müssen. Die Verantwortlichen im Dresdner Wirtschaftsministerium sehen das anders. Es werde kaum Ausweichverkehr geben, sagen sie.

Der Streit ist müßig. Es wird sich spätestens in zwei Monaten zeigen, wer Recht hat. Aber bis dahin sollte man sich in Dresden zumindest schon mal Gedanken machen, was zu tun ist, wenn man sich doch geirrt haben sollte.

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