• Einstellungen
Donnerstag, 13.09.2018

Kochen in ehemaliger Essenausgabe

Die Karnevalisten investierten bisher 6000 Stunde Arbeit und 30000 Euro in das Vereinshaus. Und es gibt noch viel zu tun.

Von Sylvia Jentzsch

Elferratspräsent Matthias Hellmuth und Antje Lange macht das Kochen in der neuen Küche im Vereinsheim des Schrebitzer Carnevalclubs viel Spaß. Die Karnevalisten haben ihr Vereinshaus in vielen Arbeitssunden auf Vordermann gebracht.
Elferratspräsent Matthias Hellmuth und Antje Lange macht das Kochen in der neuen Küche im Vereinsheim des Schrebitzer Carnevalclubs viel Spaß. Die Karnevalisten haben ihr Vereinshaus in vielen Arbeitssunden auf Vordermann gebracht.

© Dietmar Thomas

Ostrau. Sie zeigen gern und voller Stolz, was sie in den vergangenen Jahren geschaffen haben: die Mitglieder des Schrebitzer Carnevalclubs (SCC). In den letzten Jahren haben die Karnevalisten ganz oft ihre Kostüme gegen Arbeitssachen eingetauscht. Sie bauten ihr Vereinshaus aus, das sich im Mittelbau der ehemaligen Schule befindet.

Immerhin stehen bisher 6 000 Stunden für Bauarbeiten auf ihrem Konto. Hinzu kommen die Zeit für die Programmplanung, Proben, Auftritte und Veranstaltungen. Auch die Aufwendungen für Material und Arbeitsleistungen, die nicht selbst erbracht werden konnten, sind mit 30 000 Euro nicht unerheblich. „Es ist schön, dass uns auch Firmen kostenlos Material zur Verfügung gestellt haben“, sagte Thomas Lohse vom Vorstand des Vereins. In dieser Funktion ist er für das Vereinshaus zuständig. Lohse führte die Ratsmitglieder durch das Gemeindehaus.

Der SCC hat einen Nutzungsvertrag mit dem Verein zur Förderung von Kultur und Leben Schrebitz geschlossen, der das Gebäude in Erbpacht hat. So, wie die Vereinsräume waren, konnten sie nicht mehr genutzt werden. „Wir haben einen Umnutzungsantrag gestellt. Damit sind auch die Forderungen des Brandschutzes verbunden“, so Thomas Lohse. Das bedeutete unter anderem den Einbau von zwei Fluchtwegen. Innentüren mussten ausgetauscht und eine Wand im Flur gesetzt werden. Im Saal wurde eine Wand herausgerissen, sodass zum Feiern 200 Leute Platz haben. Auch ein Podest für die Aufführung des Programms und eine Bar wurden eingebaut. Der erste Schritt für die Sanierung des Vereinshauses war der Ausbau der noch gut erhaltenen Kunststofffenster aus der ehemaligen Schule, die abgerissen wurde. Auch andere Baualemente aus der Schule wie Brandschutztüren oder die Toilettentrennwände sind im Vereinshaus zu finden. Alles ist rollstuhlgerecht, eine barrierefreie Toilette gibt es künftig auch.

„Wir haben mehr als 70 Tonnen Bauschutt aus dem Gebäude geholt“, sagte Lohse. Die Elektrik sei komplett erneuert worden und alles malermäßig instand gesetzt. Es gibt verschiedene Räume für den Fundus oder den Proberaum für die vier jungen Funkengarden im ehemaligen Sprachzimmer der Schule. Dort hängt sogar noch die Tafel aus den Zeiten der Polytechnischen Oberschule.

„Wir haben viel erreicht, aber es gibt auch noch viel zu tun“, so Thomas Lohse. So soll der Clubraum neuen Fußbodenbelag und Mobiliar bekommen, und es gibt auch schon Pläne für einen neuen Barbereich. Auch die Fassade muss noch in Ordnung gebracht werden.

Zurzeit ist genau zu sehen, wo die Fenster eingebaut worden sind. Da diese nicht genau passten, wurden Ziegel eingesetzt. Nun fehlt noch der Putz. Der sollte zunächst ausgebessert werden. Doch Fachleute rieten davon ab. Nun wollen die Mitglieder auch in diesem Bereich Hand anlegen. Für die ersten beiden Sonnabende im Oktober sind zwei Arbeitseinsätze geplant. Bei diesen sollten die Fehlstellen erst einmal verputz werden. So richtig schick wird es dann im kommenden Jahr, wenn der Strukturputz aufgebracht wird.

Zurzeit hat der Verein etwa 80 Mitglieder. Die Proben für den Saisonstart am 17. November laufen bereits. Geplant wird noch die Schlüsselübergabe in der Gemeinde am Sonntag, 11. November.

Desktopversion des Artikels