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Freitag, 15.06.2018

Knapp zehn Millionen für Wittichenauer Stadtkern

Von Hagen Linke

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Die Stadtentwicklung GmbH aus Dresden hat eine umfangreiche Fotodokumentation mit dem Beginn des Sanierungsprogrammes in der Altstadt erstellt. Die aktuellen Aufnahmen stammen aus dem Mai 2018. Eine der deutlichsten Veränderungen des Stadtbildes ist am Rathaus und der benachbarten Apotheke zu sehen.
Die Stadtentwicklung GmbH aus Dresden hat eine umfangreiche Fotodokumentation mit dem Beginn des Sanierungsprogrammes in der Altstadt erstellt. Die aktuellen Aufnahmen stammen aus dem Mai 2018. Eine der deutlichsten Veränderungen des Stadtbildes ist am Rathaus und der benachbarten Apotheke zu sehen.

© Hagen Linke/STEG

Auch in einer historischen Altstadt kann man modern bauen. Das zeigt nach Abriss die anspruchsvolle Lösung der vor acht Jahren eingeweihte Zahnarztpraxis neben der katholischen Pfarrkirche.
Auch in einer historischen Altstadt kann man modern bauen. Das zeigt nach Abriss die anspruchsvolle Lösung der vor acht Jahren eingeweihte Zahnarztpraxis neben der katholischen Pfarrkirche.

© Hagen Linke/STEG

Blick in die Kamenzer Straße mit der sanierten katholischen Pfarrkirche im Hintergrund. Auch die Gebäude entlang der Straße sind saniert.
Blick in die Kamenzer Straße mit der sanierten katholischen Pfarrkirche im Hintergrund. Auch die Gebäude entlang der Straße sind saniert.

© Hagen Linke/STEG

Die Bautzener Straße heute und Anfang der 90er-Jahre.
Die Bautzener Straße heute und Anfang der 90er-Jahre.

© Hagen Linke/STEG

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© Hagen Linke/STEG

Das Rathaus, die grauen Fassaden in den Nebenstraßen, bröckelnder Putz ... Schaut man sich Fotos aus den 1990er-Jahren an, staunt man. „Fast alle Häuser waren sanierungsbedürftig“, sagt Dieter Lamm von der Stadtentwicklung GmbH aus Dresden, die die Stadt Wittichenau seit fast drei Jahrzehnten bei der Sanierung begleitet. Die entsprechende Satzung, die von der damaligen Stadtverordnetenversammlung im Mai 1993, also vor genau 25 Jahren, beschlossen wurde, konnte jetzt aufgehoben werden. Das Programm mit dem Namen „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ (SEP) ist abgeschlossen. Durch diese Satzung hat sich das Gesicht der Stadt am meisten verändert.

20 Hektar groß war das Gebiet. Im historischen Stadtkern haben vor 25 Jahren 837 Bürger gewohnt. Es gab 315 Wohnungen und 77 gewerbliche Einheiten. Zahlreiche Untersuchungen und rund 400 Einzelgespräche wurden geführt. Neun von zehn Eigentümern hatten vor, ihre Häuser zu sanieren. Mithilfe der Satzung gab es Fördermittel. Insgesamt 9,93 Millionen Euro sind in das Sanierungsgebiet „Altstadt“ geflossen. Zwei Drittel haben Bund und Land übernommen, ein Drittel hat die Stadt Wittichenau getragen.

Gefördert wurden öffentliche und private Bauvorhaben, auch Abbruchmaßnahmen, wo eine Sanierung aussichtslos war. Grundstückseigentümer mussten nach Abschluss des Programmes Ausgleichsbeiträge für Wertsteigerungen zahlen. Von 302 Betroffenen nahmen 275 eine rasche Tilgungsmöglichkeit in Anspruch, die einen Abschlag von 20 Prozent ermöglichte.

Das Ende des SEP-Programms bedeutet nicht das Ende von Förderungen. Mit einem Nachfolgeprogramm werden zum Beispiel Bauarbeiten an Hort, neuer Kita und den Kirchen unterstützt.