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Samstag, 10.11.2018

Klimawandel in zwei Tagen

Die Schüler der 5. Klasse der Oberschule Hartha müssen noch zueinanderfinden. Ein Projekt hilft ihnen dabei.

Von Frank Korn

Dario Klimke bei der Arbeit mit den Kindern der 5. Klasse.
Dario Klimke bei der Arbeit mit den Kindern der 5. Klasse.

© André Braun

Hartha. Die Schüler der 5. Klasse der Pestalozzi-Oberschule Hartha kommen aus sechs verschiedenen Grundschulen. Aufgrund der Klassenstärke von 29 Kindern musste die Schule eine Ausnahmegenehmigung beantragen. „Die Charaktere in der Klasse sind sehr unterschiedlich, die Kinder haben Schwierigkeiten, zueinanderzufinden“, sagte Schulleiterin Kerstin Wilde.

Um das „Klassenklima“ zu verbessern, hat sich die Schule Hilfe von außen geholt. Dario Klimke und Cornelius Hackbeil vom Bildungsprojekt „Hero Society“ haben zwei Tage mit der Klasse verbracht. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, arbeiteten sie mit Schülern an einer förderlichen Kommunikation untereinander. Ziel sei eine Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlen und seine persönlichen Potenziale entfalten kann, so Dario Klimke. Während es am ersten Tag um das Klassenklima ging, stand am zweiten ein Musikworkshop auf dem Programm. „Trotz der kurzen Zeit, die wir mit den Schülern verbringen, sind Erfolge zu sehen“, so Klimke. Die meisten Kinder in der Klasse störe zum Beispiel die Lautstärke, die oft herrscht. „Wir haben ihnen dann vor Augen geführt, dass sie selbst diese Lautstärke mit verursachen, und dass sie selbst etwas daran ändern können“, so Klimke.

Aufmerksame Beobachter sind Klassenlehrer Michael Reinke und Schulsozialarbeiterin Juliane Wargel. Sie können die Erkenntnisse aus den beiden Projekttagen gut für die weitere Arbeit mit den Kindern verwerten. „Ich habe mit Strategien abgeschaut, um angestrengte Situationen zu lockern“, verrät Michael Reinke.

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