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Samstag, 15.09.2018

Klimaforscher: „Mangkhut“ ist der gefährlichere Sturm

Zwei tropische Wirbelstürme toben gleichzeitig in verschiedenen Gegenden der Welt: Hurrikan „Florence“ in den USA, Taifun „Mangkhut“ in Südostasien. Paradox: „Mangkhut“ ist der gefährlichere Sturm, doch teurer für die Versicherungen wird sehr wahrscheinlich „Florence“.

Verkehrsteilnehmer schieben in Manila während heftiger Regenfälle und starken Winden, die durch den Taifun „Mangkhut“ verursacht wurden, ihre Motorroller über eine überflutete Straße. „Mangkhut“ bringe starke Regenfälle, Sturm und in Küstengebieten Sturmfluten von etwa sechs Metern Höhe, warnte die Wetterbehörde.
Verkehrsteilnehmer schieben in Manila während heftiger Regenfälle und starken Winden, die durch den Taifun „Mangkhut“ verursacht wurden, ihre Motorroller über eine überflutete Straße. „Mangkhut“ bringe starke Regenfälle, Sturm und in Küstengebieten Sturmfluten von etwa sechs Metern Höhe, warnte die Wetterbehörde.

© dpa

München. Der in Südostasien tobende Taifun „Mangkhut“ ist nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re weit gefährlicher für die Bevölkerung als Hurrikan „Florence“ an der US-Ostküste. „Humanitär ist „Mangkhut“ das ernstere Ereignis“, sagte Ernst Rauch, Leiter der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers. „Mangkhut“ werde voraussichtlich eine ganz andere Hausnummer sein, „ein so genannter Supertaifun“. Der Durchmesser sei wesentlich größer und der Sturm mit wesentlich höheren Windgeschwindigkeiten viel intensiver.

„2013 hat der Taifun Haiyan auf den Philippinen 6000 Todesopfer verursacht, weil die Vorwarnung der Bevölkerung und die Vorbereitung unzureichend war“, sagte Rauch. „“Mangkhut“ wird eine Messlatte sein, ob sich da etwas verbessert hat.“

Bei Taifun „Mangkhut“ wurden zuletzt Böen mit Windgeschwindigkeiten von deutlich über 250 Kilometern pro Stunde gemessen, bei Tropensturm „Florence“ dagegen nur Windgeschwindigkeiten von etwas mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Als größte Gefahr gelten hier die vom Sturm mitgebrachten Wassermassen.

Für Versicherungen werde „Florence“ relevanter sein, „da in entwickelten Industriestaaten typischerweise ein großer Teil der Schäden versichert ist“, sagte Rauch. „In den USA sind es etwa 30 bis 50 Prozent. In Entwicklungs- und Schwellenländern sind in der Regel weniger als zehn Prozent der Schäden versichert.“ Dies bedeute, „dass über 90 Prozent der ökonomischen Last auf den Schultern der Betroffenen landen“. (dpa)

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