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Mittwoch, 08.08.2018

Kleine Tat mit großer Wirkung

Die Kamenzer gießen ihr Stadtgrün – und das wird gelobt. Aber nicht überall ist alles rosig. Die Stadt zieht einem anderen „Bewässerungsthema“ hinterher.

Von Frank Oehl

Auch Familie Recke (vom Opa bis zu den Enkelkindern) zog jetzt zum Bewässerungseinsatz die Pulsnitzer Straße entlang. Bis hin zu einem Bäumchen vom Neugeborenen-Empfang. Lobenswert!
Auch Familie Recke (vom Opa bis zu den Enkelkindern) zog jetzt zum Bewässerungseinsatz die Pulsnitzer Straße entlang. Bis hin zu einem Bäumchen vom Neugeborenen-Empfang. Lobenswert!

© privat

Kamenz. Gleich mehrere Leser haben am SZ-Telefon am Dienstag gelobt, dass sich Kamenzer um ihr Stadtgrün kümmern. Derzeit vor allem mit Gießkanne und Wasserschlauch. Ausgangspunkt war der Hilferuf des OB, die Stadtgärtnerei bei ihren Bemühungen (im 2-Schicht-System!) um eine ausreichende Bewässerung der Pflanzen, im Besonderen der Bäume und Sträucher in der Stadt zu unterstützen. Die bereits langanhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen lassen den Grünbestand stark leiden, wie jeder sehen kann. Stadtsprecher Thomas Käppler hat unter der Überschrift „Kleine Tat, große Wirkung“ keine Mühe, gute Beispiele zu nennen: „Wir wissen zum Beispiel, dass Familie Recke mit Großvater, Eltern und Kindern von der Pulsnitzer Straße ins Grüne zieht und dort einen Baum, sicherlich ihren Baum des alljährlichen Neugeborenenempfangs zu gießen.“ Auch die Jugendfeuerwehr Bernbruch sei dem Aufruf gefolgt und habe die Stadtgärtnerei beim Gießen der Bäume auf dem Frostfestplatz unterstützt. „Da besonders in der letzten Woche auf dem Forstfestplatz Probleme mit Grünastbruch auftraten, war es an dieser Stelle besonders wichtig, die Bäume zu wässern.“ Die Technik der Feuerwehr sei dabei eine große Hilfe gewesen. Und so lange die Hitze anhalte, werde die Jugendfeuerwehr solch einen Einsatz sicher noch einmal wiederholen.

Das Rathaus lobt weitere Initiativen: An der St. Just Kirche kümmere sich ein Anwohner seit Jahren um die dort vorhandenen Blumenkübel. Auch in der Henselstraße wird ein Baum jetzt ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. „Herr Schönig in Bernbruch pflegt die Anpflanzungen am dortigen Kriegerdenkmal und die Bäume auf der Lindenstraße.“ Der Geschäftsführer Frank Scheibe der Firma Allsax, ein Kamenzer Dienst- und Handwerksleistungsunternehmen, habe die Bewässerung der Blumenkübel am Saumarkt in Eigenregie übernommen und entlastet so die Stadtgärtnerei. Ihnen allen danke der Oberbürgermeister – auch im Namen der Stadtgärtnerei der KDK GmbH – ganz herzlich für ihre Unterstützung. Und sicher gebe es noch viele, die eher im Verborgenen dem Stadtgrün helfen. „Nur keine falsche Bescheidenheit: Wenn Einwohner helfen, dass städtische Grün vor dem Verdursten zu bewahren, dann einfach das Handy zücken und ein Foto davon schicken, wenn alle Beteiligten die Erlaubnis erteilt haben.“ Man freue sich über jeden Hinweis, so Käppler.

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