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Dienstag, 05.06.2018 Fußball – Kreisliga A Süd

Klatsche für den Meister

Am vorletzten Spieltag geht der VfB Leisnig in Gleisberg als Verlierer vom Feld. Das ist nicht die einzige Überraschung.

Von Frank Korn

Vincent Böhm erzielte drei Treffer für den SV 29 Gleisberg. Auch in dieser Szene kann er den Leisniger Torhüter Tobias Radke überwinden. Dessen Teamkamerad Tobias Goth beobachtet die Szene.
Vincent Böhm erzielte drei Treffer für den SV 29 Gleisberg. Auch in dieser Szene kann er den Leisniger Torhüter Tobias Radke überwinden. Dessen Teamkamerad Tobias Goth beobachtet die Szene.

© Jörg Schreiber

Döbeln. Seit der vergangenen Woche stehen die Fußballer des VfB Leisnig als Meister der Kreisliga A Staffel Süd fest. Dennoch mussten sie die Erfahrung machen, dass man auch als Titelträger nichts geschenkt bekommt. Und schon gar nicht beim SV 29 Gleisberg, der den VfB mit einem 6:2 abfertigte. Auch wenn bei den Bergstädtern fünf Akteure gefehlt haben, eine Niederlage sei nicht eingeplant gewesen, sagte Michael Koslowski, der Trainer Rico Meister vertrat. „Wir haben uns speziell im Zweikampfverhalten als zu schwach präsentiert“, sagte Koslowski.

Zudem hätten die Gleisberger ihre Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Dem stimmt Gleisbergs Spielertrainer Frank Baumert zu. „Wir hatten wirklich einen guten Tag“, so Baumert. Und mit den ersten drei Treffern kurz vor und kurz nach der Pause sei wohl schon eine Vorentscheidung gefallen. Drei der sechs Treffer gehen auf das Konto von Vincent Böhm. Er gehört zu den jungen Spielern, die in den vergangenen Jahren beim SV 29 Gleisberg Fuß gefasst haben. „Wir sind froh, dass sich die jungen Fußballer bei uns wohlfühlen und auch Interesse für den Verein zeigen“, sagt Frank Baumert. Die personelle Situation sei immer noch angespannt, aber deutlich besser als noch vor ein paar Jahren. Nun soll im letzten Saisonspiel in Hohnstädt möglichst ein voller Erfolg her, um den sechsten Platz halten zu können.

Im Kampf um den zweiten Platz hinter den Leisnigern hat der SV Medizin Zschadraß mit dem 4:2 gegen den bisherigen Zweiten SG Zschaitz/Ostrau II vorerst die besseren Karten. Bei den Gastgebern spielten Torhüter Janko Ackermann und Angreifer Tony Volkert zum letzten Mal vor eigenem Publikum. Beide werden sich dem VfB Leisnig anschließen und eine neue Herausforderung in der Kreisoberliga annehmen. Ein Blitzstart brachte den Zschadraßern einen 2:0-Vorsprung, doch den glichen die Gäste bis zur Pause aus. Gleich nach dem Seitenwechsel zog die Medizin-Elf erneut in Front und kurz vor Schluss machte sie den Sieg perfekt. Der geriet auch nach einer gelb-roten Karte gegen Steven Schneider in der 84. Minute nicht mehr in Gefahr.

Für eine Überraschung sorgte der SV Aufbau Waldheim. Die Zschopaustädter fertigten den Hohnstädter SV mit 3:0 ab. Dabei waren wie in den vergangenen Wochen die personellen Sorgen groß, spielten die Waldheimer praktisch mit dem letzten Aufgebot. Doch auch die Hohnstädter hatten Probleme, reisten mit nur einem Wechselspieler an. Die Gastgeber verdienten sich den Erfolg mit einer starken Leistung. Mit dem Sieg geben sie die Rote Laterne des Tabellenletzten vorerst an den FSV Dürrweitzschen ab.

Eben jene Dürrweitzschener erlitten beim SV Medizin Hochweitzschen eine deutliche 0:6-Pleite. Für die Medizin-Elf begann das Spiel verheißungsvoll. Schon nach neun Minuten traf Sebastian Kaulich zum 1:0. Doch danach verlief das Spiel anders, als sich das die Gastgeber erhofft hatten. Der FSV versuchte, mit langen Bällen auf seine Angreifer zum Erfolg zu kommen, doch haperte es meist im Abschluss.

Medizin war bemüht, mit konstruktivem Spielaufbau für Ordnung zu sorgen, doch das gelang nicht so richtig. Torchancen waren bis zur Halbzeit kaum zu verzeichnen. Die beste Gelegenheit hatte Sebastian Kaulich, der per Kopf nur die Querlatte traf. Auch nach dem Seitenwechsel lief es noch nicht für die Gastgeber. Mike Weniger in der 56. Minute und Ingolf Hempel nur drei Minuten später hatten für die Gäste sogar Gelegenheiten zum Ausgleich. Mit dem 2:0 des eingewechselten Stephan Pranke fanden die Hochweitzschener aber in die Spur. Bis zum Schluss erzielten sie noch vier Treffer und machten so das halbe Dutzend voll.

Auch der ESV Lok Döbeln verbuchte bei der SG Blau-Weiß Altenhain einen 6:0-Erfolg. Dabei klappte in der ersten Halbzeit nicht viel, ließen die Döbelner gute Gelegenheiten aus. Nach der Pause ließen die Gäste Ball und Gegner laufen und landeten noch einen deutlichen Erfolg. Für die sechs Tore zeichneten drei Schützen verantwortlich, die jeweils doppelt trafen: Philipp Günther, Steven Kaulich und Tony Jörg Beyersdorf. In der Tabelle verbesserte sich der ESV damit auf Rang vier. (DA/rs/rwe/hmi)

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