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Mittwoch, 07.11.2018

Klassenfahrt mit Haus-Zauberer

Der Görlitzer Künstler Thomas Majka will ein eigenes Schullandheim eröffnen. Doch die Suche nach dem perfekten Objekt ist sehr schwierig.

Von Daniela Pfeiffer

Bislang hat er hier sein Domizil: Thomas Majka vor dem Görlitzer Bahnhof, wo er für seine Shows trainiert und seine Zauberschüler unterrichtet.
Bislang hat er hier sein Domizil: Thomas Majka vor dem Görlitzer Bahnhof, wo er für seine Shows trainiert und seine Zauberschüler unterrichtet.

© nikolaischmidt.de

Thomas Majka möchte ein eigenes Ferienlager. Das Traumobjekt ist sogar schon gefunden. Bushaltestelle vor der Tür, Top Lage. Allerdings gibt es mit der betreffenden Gemeinde kein Übereinkommen und der Görlitzer hat sich damit abgefunden, wohl weiter zu suchen. Er tut das inzwischen schon seit zwei Jahren. Majka, gebürtiger Bautzener und gelernter Erzieher, hat sich in Görlitz vor allem als Zauberkünstler und Initiator der Spendengala zugunsten benachteiligter oder kranker Kinder einen Namen gemacht. Alleine oder zusammen mit Kompagnon Vincent als Mentalisten ist er inzwischen ein gern gebuchter Künstler – und zwar bundesweit.

Die Arbeit mit Kindern hat Majka dabei nie aus den Augen verloren. Er führt in Görlitz eine kleine Zauberschule, und veranstaltet seit zwei Jahren seine eigenen Ferienlager. Sie heißen Camp Halligalli und fanden bislang in Johanngeorgenstadt statt. „Wir legen Wert darauf, dass unsere Fahrten kreativ und zeitgemäß sind“, sagt Majka. Das heißt: die Regeln sind nicht allzu streng und die Kinder und Jugendlichen können bestimmen, was gemacht wird. Statt pädagogischem Standardprogramm legt Majka Wert auf Gruppendynamik und Sozialkompetenz. „Ich war vor einigen Jahren als Betreuer in Ferienlagern dabei, der Umgang mit den Kindern dort hat mir nicht gefallen, damals habe ich beschlossen, das anders zu machen.“

Am liebsten im eigenen Objekt. Das soll Schullandheim und Ferienlager sein, aber auch Kulturstätte. Saal mit Bühne ist deshalb ein Muss. Das Zaubern würde zum Konzept gehören, der Hauszauberer als Alleinstellungsmerkmal. An Wochenenden soll ebenfalls geöffnet sein, dann vornehmlich für Firmenveranstaltungen, Geburtstagsfeiern oder Vereinsausfahrten. Das Ganze soll ja wirtschaftlich sein.

Für seinen großen Traum würde Thomas Majka Görlitz sogar verlassen. „Wenn alles passt“, sagt er. Im Landkreis hat er sich schon vieles angesehen, bislang war der große Treffer nicht dabei. Schließlich soll das Traumobjekt auch ein großes Außengelände haben. Am besten wäre eine leerstehende Schule. Die in Zodel hat er sich angeschaut – zu klein. Andere Objekte: zu teuer. Außerdem muss der Funke sofort überspringen. „Ich muss mich in das Gebäude verlieben“, sagt er ganz klar. Doch auch, wenn er sich keines herbeizaubern kann: aufgeben wird Majka nicht.

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