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Donnerstag, 09.08.2018

Kinomacher hoffen auf starken August

Bisher sind rund 2500 Besucher bei den Zittauer Filmnächten gezählt worden. Bis Ende des Monats sollen es noch deutlich mehr werden.

Von Jan Lange

Für die Filmnächte in der Zittauer Weinau geht es nun in die zweite Halbzeit der diesjährigen Open-Air-Kinosaison.
Für die Filmnächte in der Zittauer Weinau geht es nun in die zweite Halbzeit der diesjährigen Open-Air-Kinosaison.

© Rafael Sampedro

Zittau. Als ob Tilo Schwalbe für seine positive Einschätzung einen Beweis gebraucht hätte, strömten vorigen Sonnabend knapp 320 Leute zur Freilichtbühne in der Weinau. Die Schlange an der Kasse riss kaum ab. „Das war ein neuer Tagesrekord“, sagt Schwalbe, der für die Zittauer Filmnächte verantwortlich ist. Um genau 100 Zuschauer ist damit der bisherige Bestwert bei einer Vorstellung überboten worden.

Mehr als 2500 Besucher zählt das Open-Air-Kino in diesem Jahr bereits. Nach 13 von insgesamt 19 Filmen eine gute Zwischenbilanz, findet Schwalbe. Die Gesamtbesucherzahl des Vorjahres ist nicht mehr fern: In der Saison 2017 zählten die Zittauer Filmnächte insgesamt 3035 Zuschauer. In den Jahren zuvor waren es noch mehr Besucher. Tilo Schwalbe hofft, dass dieser Wert bis Ende August noch erreicht werden könne. „Der August ist immer stärker besucht“, weiß er aus den Vorjahren. Ganz so falsch dürfte er damit nicht liegen, immerhin steht mit „Mord im Orient-Express“ noch ein Kinohit mit über einer Million Besuchern auf dem Programm, zudem die beiden erfolgreichen deutschen Komödien „Grießnockerlaffäre“ und „Hot Dog“.

Das Wetter hat den Kinomachern bislang keinen „Strich durch die Rechnung gemacht“. Es sei immer hervorragend gewesen, eben bestes Sommerkino-Wetter, findet Tilo Schwalbe. Vonseiten der Zuschauer habe es positive Reaktionen auf das Filmprogramm gegeben, fügt er hinzu. Das ist seiner Meinung nach auch etwas besucherfreundlicher geworden, weg von schweren Streifen, mehr leichte und humorvolle Sommerfilme. „Das muss sich noch herumsprechen“, meint Schwalbe mit Blick auf die Besucherzahl. Gern hätte er auch den neuen „Mamma Mia“-Film gezeigt, ein – wie er es nennt – „fluffiger“ Sommerfilm. Doch der sei erst im Juli gestartet und kann deshalb noch nicht bei den Filmnächten gezeigt werden. Ganz auf aktuelle Streifen verzichten die Kinomacher aber nicht. Mit „Ready Player One“ – Kinostart im April – und „Rampage“, der im Mai in die Kinos kam, sind in den nächsten Wochen gleich zwei noch recht neue Filme zu sehen.

Auch die technischen und baulichen Veränderungen auf der Freilichtbühne sind vom Publikum bisher überwiegend positiv bewertet worden. So wie die Sanitäranlagen im neu gebauten Mehrzweckgebäude. Allerdings werde immer der Schotter rund um das Haus in die WCs getragen, kritisiert Schwalbe. Das seien Details, die während des Umbaus nicht beachtet wurden. Auch das Mehrzweckgebäude erfüllt nicht ganz die eigentlich angedachten Funktionen. Denn ursprünglich sollten hier Kartenverkauf, Imbiss und Lager zusammen untergebracht werden. Der Platz sei aber gerade so fürs Lager ausreichend, erklärt Schwalbe. Die Eintrittskarten werden weiterhin an einer mobilen Theke verkauft. Und für den Speise- und Getränkeverkauf hat die Hillersche Villa als Veranstalter der Zittauer Filmnächte eine neue Holzhütte errichtet und dafür tief in die eigene Tasche gegriffen, sagt der Leiter des Open-Air-Kinos.

In der Weinau werden aber nicht nur Filme gezeigt, die Freilichtbühne soll auch für Kleinkünstler offen sein. So tritt demnächst die Lanterna-Futuri-Theatergruppe auf, außerdem wird Sascha Röhricht Poesie präsentieren. Alle, die gern etwas vorführen wollen, können sich kurzfristig noch bei den Kinomachern melden.

Die SZ vergibt vier Freikarten für die Filme „Grießnockerlaffäre“ (am Freitag und Dienstag jeweils um 21 Uhr) und „Mord im Orient-Express“ (am Sonnabend und Mittwoch jeweils um 21 Uhr). Wer eine der Karten gewinnen möchte, sollte heute, 14 Uhr, in der SZ-Lokalredaktion Zittau, 0358377555850, anrufen.