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Donnerstag, 11.10.2018

Keiner wollte die Rettungswache

Auch das DRK hat sich nicht an der Ausschreibung des Großenhainer Rettungsdienstes beteiligt.

Von Birgit Ulbricht

Rettungswachen, mit denen der Katastrophenschutz als Leistung gekoppelt ist, sind aufwendiger zu betreiben. In Großenhain gehört beides zusammen.
Rettungswachen, mit denen der Katastrophenschutz als Leistung gekoppelt ist, sind aufwendiger zu betreiben. In Großenhain gehört beides zusammen.

© Kristin Richter

Großenhain. Während die Angebote für die Rettungswachen in Meißen, Radebeul, Katzenberg, Riesa und Gröditz jetzt ausgewertet sind, gibt es für den Bereich Rettungswache Großenhain nichts zu sichten. „Es entspricht den Tatsachen, dass für das Los 6, Großenhain, kein Angebot abgegeben wurde“, bestätigt Kerstin Thöns von der Landkreis-Behörde auf Anfrage der SZ. Die Vergabe erfolgt nun neu, nicht europaweit und zu geänderten Konditionen. Letzteres hofft jedenfalls das DRK Großenhain, das sich ebenfalls nicht an der Ausschreibung beteiligt hat.

Die Konditionen hätten „ein zu hohes wirtschaftliches Risiko für das DRK Großenhain bedeutet“, so Geschäftsführer Torsten Freymuth. Da die Vergabe nun nicht zum 1. Januar 2019 realisierbar sein wird, wie ursprünglich geplant, ist eine interimsweise Fortführung des Rettungsdienstes bis zur Neuvergabe beabsichtigt. Hierzu befindet sich der Landkreis in Abstimmung mit den Krankenkassen. Das DRK Großenhain ist bereit, die Rettungswache auch übergangsweise weiterzuführen. „Die Bürger müssen sich also keine Sorgen machen“, so Torsten Freymuth.