• Einstellungen
Donnerstag, 20.09.2018

Keine Zeit für Berlins Sehenswürdigkeiten

In der 2. Liga steht am Sonnabend für die Rödertalbienen das Spiel in Charlottenburg gegen die Spreefüxxe auf dem Programm.

Von Florian Triebel

© dpa

Handball. Brandenburger Tor, Fernsehturm, East Side Gallery, Reichstag oder Museumsinsel – die Hauptstadt Berlin hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Doch dafür hat die Mannschaft von HCR-Trainer Frank Mühlner keine Zeit. Alles was die Rödertalbienen am Sonnabend in der Sporthalle Charlottenburg wollen, ist ein gutes Spiel abzuliefern und im Idealfall zwei Punkte mit ins Rödertal zu bringen. Anwurf der Begegnung ist um 19.30 Uhr.

Vor fast fünf Jahren standen sich die Spreefüxxe und der HC Rödertal zum letzten Mal in einem Ligaspiel in Berlin gegenüber. Damals waren die Rollen klar verteilt. Der Aufstiegsaspirant aus Berlin traf auf den Neuling in der 2. Bundesliga – den HCR. Die Gastgeberinnen gewannen souverän mit 32:20. Seitdem hat sich Vieles verändert. Die Spreefüxxe traten nach der Saison 2015/16 den Zwangsabstieg in die dritte Liga an. Mit einer jungen Mannschaft überzeugten sie und stiegen nach nur einer Spielzeit wieder in die 2. Bundesliga auf. Beim Blick auf die Kaderlisten beider Mannschaften von damals und heute springt einem ebenfalls eine Veränderung ins Auge. Paula Förster, die 2013 noch im Bienentrikot auflief, schnürt inzwischen ihre Schuhe für die Füxxe. Die Vorbereitung lief für die Berlinerinnen durchaus turbulent. Erst kurz vor dem ersten Spieltag stellten sie Goncalo Neto da Silva Miranda als neuen Trainer vor. Dennoch starteten die Spreefüxxe mit einem Sieg gegen die TG Nürtingen (23:19) in die Saison. Am vergangenen Wochenende gab es den ersten Dämpfer. Bei den Titelfavoritinnen der SG 09 Kirchhof erreichten sie 22:31.

Trainer warnt vor Unterschätzung

„Trotz der Niederlage gegen Kirchhof tun wir gut daran, Berlin nicht zu unterschätzen“ gibt Bienen-Trainer Mühlner zu bedenken. Mit 12 Toren ist Vanessa Magg aktuell die erfolgreichste Torschützin bei den Füxxen. „Mit Magg und Simona Kolosove verfügen sie über einen starken Rückraum. Sollte auch noch Anna Blödorn einsatzbereit sein, erhöht sich ihre Durchschlagskraft nochmals. Besonders in Eins-gegen-Eins Situationen müssen wir hellwach und konsequent sein“ analysiert Mühlner den kommenden Gegner. Außerdem gibt er zu bedenken: „Ich glaube, dass uns mit ihrer Abwehr ein hartes Stück Arbeit bevorsteht. Schließlich haben sie gegen Nürtingen nur 19 Tore zugelassen. Das will etwas heißen.“

Für die Bienen kommt es darauf an, den Schwung aus den ersten beiden Ligaspielen mitzunehmen und weiter in der Erfolgsspur zu bleiben. Positiv ist auch, dass die Mannschaft sich stetig weiterentwickelt. Mühlner dazu: „Beim Spiel gegen Bremen haben wir ein viel besseres Rückzugsverhalten gezeigt. Darauf müssen wir aufbauen, denn auch die Spreefüxxe beherrschen das Tempogegenstoßspiel ausgezeichnet.“ Leider steht Julia Mauksch noch nicht für einen Einsatz zur Verfügung. Auch die ehemalige Füxxin Jessica Jander droht aufgrund einer Grippe auszufallen. Mühlner zum Abschluss: „Mal sehen was bis zum Abschlusstraining am Freitag noch passiert. Ich gehe allerdings davon aus, dass wir bis auf die beiden Genannten mit voller Kapelle nach Berlin reisen.“