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Montag, 01.10.2018

Keine Tore – keine Punkte

Bischofswerda verschläft eine Halbzeit und verliert zu Hause gegen Altglienicke. Bautzen unterliegt beim Berliner AK.

Von Jürgen Schwarz

Der ratlose BFV-Trainerstab (von links) mit Erik Schmidt, Marcus Urban und Mirko Ledrich.
Der ratlose BFV-Trainerstab (von links) mit Erik Schmidt, Marcus Urban und Mirko Ledrich.

© RocciPix / Rocci Klein

Fußball. Mit drei Niederlagen hintereinander und ohne eigenen Torerfolg ist die FSV Budissa Bautzen bedrohlich nah an die Abstiegsränge abgerutscht. Beim Berliner AK verloren die Spreestädter am zehnten Spieltag vor 153 Besuchern mit 0:2 (0:2). Mit dem gleichen Ergebnis unterlagen die Bischofswerdaer zu Hause vor 321 Zuschauern der VSG Altglienicke. Christopher Quiring (5.) und Hasan Pepic (90.+2) erzielten die Tore der Hauptstädter.

Die Schiebocker boten vor der Pause eine schwache Vorstellung und waren mit dem knappen Rückstand bestens bedient. Altglienicke, klug geführt vom 38 Jahre alten Ex-Profi Björn Brunnemann, hätte zur Pause gut und gern 3:0 führen können, „eigentlich müssen“, ergänzte BFV-Trainer Erik Schmidt. „Wir haben in den ersten 45 Minuten gar nicht stattgefunden.“ Ausnehmen von der Kritik musste man sicher Torhüter Oliver Birnbaum. Der 29-Jährige parierte Schüsse von Quiring (16.), Stephan Brehmer (26.) und Christian Preis (30.). Zudem klärten die Gastgeber bei einem Kopfball von Rene Pütt in höchster Not (32.), während Igli Cami knapp verzog (36.).

Zur zweiten Halbzeit stellte Schmidt um, ließ seine Mannschaft in einem 4-1-4-1-System agieren. Zumindest defensiv wirkte der Aufsteiger nun stabiler, aber nach vorn passierte dennoch wenig. Erst ein Distanzschuss von Tobias Heppner zwang VSG-Keeper Rene Twardzik zum energischen Eingreifen (60.). In den Schlussminuten ging auch Birnbaum mit nach vorn und Altglienicke nutzte einen Konter zur Spielentscheidung. „Wir haben uns nach dem Wechsel gewehrt, hatten mehr Ballbesitz, aber keine echte Chance“, resümierte Schmidt. Schon am kommenden Mittwoch können es die Bischofswerdaer besser machen. Ab 13.30 Uhr ist Union Fürstenwalde im „Volksbank Sportpark an der Wesenitz“ zu Gast.

Jetzt Altglienicke gegen Bautzen
Altglienicke ist am Mittwoch der Gastgeber für die Budissen, die auswärts bisher erst einen Treffer in 450 Minuten zu Buche stehen haben. Beim Gastspiel gegen den BAK war die Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg eigentlich schon nach 45 Minuten begraben, denn Kapitän Tunay Deniz hatte zweimal für den Vorjahresvierten getroffen (15., 25.). „Ich kann mir diese Auswärtsschwäche nicht erklären“, wirkte Budissas Coach Torsten Gütschow nach Spielende etwas ratlos. „Wir wollten geduldig und diszipliniert agieren, auf ein schnelles Umkehrspiel setzen. Aber das hat im ersten Abschnitt nicht funktioniert.“

In den zweiten 45 Minuten agierten die Budissen mit etwas mehr Risiko, aber erst kurz vor Schluss sorgte ein Freistoß von Tony Schmidt ernsthaft für Gefahr (86.). „Solche Gegner wie der BAK sind nicht der Maßstab für uns, denn wir spielen definitiv gegen den Abstieg“, weiß Gütschow.

Auch die Neugersdorfer blieben punktlos, verloren beim BFC Dynamo mit 1:2 (0:2). An der Tabellenspitze zieht weiter der Chemnitzer FC einsam seine Kreise. Auch mit dem neuen Trainer konnte der 1. FC Lok Leipzig den CFC nicht in Bedrängnis bringen und verlor vor 7 439 Zuschauern mit 1:3 (0:3). Chemnitz rangiert jetzt acht Punkte vor dem Berliner AK. Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt kam zu Hause gegen Hertha BSC II nicht über ein 3:3 hinaus.

Bischofswerda: Birnbaum - Rülicke, Meinel, Heppner, Cermak - Zille (77. Kloß), Cellarius, Kötzsch (70. Graf), Maresch - Grellmann, Petracek (35. Klotke).

Bautzen: Ebersbach - Bär, Patka, Hoßmang, Krahl, Merkel - Ciapa - Treu (62. Mietzelfeld), Schlicht - Schmidt, Bönisch (71. Langr).