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Donnerstag, 02.08.2018

„Keine Spielabsagen wegen Hitze“

Reginald Lassahn (77) ist seit 2011 Präsident des Fußballverbandes Oberlausitz.Foto: B. Donke
Reginald Lassahn (77) ist seit 2011 Präsident des Fußballverbandes Oberlausitz. Foto: B. Donke

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Herr Lassahn, am Wochenende wird bei dieser Hitze die erste Runde im Kreispokal ausgetragen. Im Winter werden Spiele bei extremen Minustemperaturen abgesagt, ist das im umgekehrten Fall im Sommer auch so?

Nein, die Spielordnung sieht so etwas nicht vor. Es liegt übrigens auch nicht im Ermessen des Schiedsrichters. Hohe Temperaturen sind kein Grund für eine Spielabsage.

Die Nationalmannschaften verlegen in vier Jahren die WM wegen der Hitze am Austragungsort in den Winter, aber Amateure müssen spielen? Zumal es im Pokal ja auch zu Verlängerungen kommen kann. Vertragen die Freizeitsportler mehr?

(Lachend) Vielleicht. Aber im Ernst. Natürlich sind die Schiedsrichter angehalten, großzügig Trinkpausen zu gewähren. Den Vereinen empfehlen wir auch, gefüllte Wassereimer rund um das Spielfeld zu platzieren. Aber angepfiffen werden muss auf jeden Fall. Außerdem ist auch kurzfristig eine Spielverlegung auf eine andere Tageszeit mit hoffentlich angenehmeren Temperaturen möglich.

Was sind dafür die Voraussetzungen?

Den Antrag müsste die jeweilige Heimmannschaft stellen. Der Gegner müsste dieser Spielverlegung zustimmen. Dann geht das über den jeweiligen Staffelleiter – im Kreispokal ist das Thomas Frieser aus Bertsdorf, der auch prüfen muss, dass das Schiedsrichterkollektiv zu der neuen Zeit einsatzfähig ist. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, werden wir einer Verlegung zustimmen, sogar ohne Verlegegebühr.

Gespräch: Frank Thümmler