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Samstag, 14.07.2018

Kein Liefervertrag für Wärme 2.0 der Leag

© André Schulze

Cottbus/Schleife. Die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) will keinen Wärmeliefervertrag 2.0 für Rohne, Mulkwitz, Schleife Süd und Klein-Trebendorf. Das erklärt der Leag-Abteilungsleiter für Umsiedelung Martin Klausch auf TAGEBLATT-Nachfrage. „Wir sehen aber eine Ungleichbehandlung und haben den Gemeinden ein Angebot unterbreitet, was derzeit diskutiert wird.“ Eine Einigung gebe es bislang noch nicht. Vonseiten der Gemeindeverwaltung in Schleife wird bestätigt, dass ein Angebot der Leag vorliegt. Das allerdings beziehe sich lediglich auf Kosten für eine energetische Sanierung für die Grundstückseigner.

Hintergrund ist, dass vor Jahren das Bergbauunternehmen Vattenfall die Erschließung mit Erdgas für die Bürger und deren Grundstücke mitfinanzierte, die sich außerhalb des Abbaufeldes Nochten-II befunden haben und demnach nicht umsiedeln sollten. Allerdings hatte die Leag in ihrem Revierkonzept beschlossen, den Tagebau Nochten-II nicht aufzuschließen, sondern nur das Abbaufeld Mühlrose auszukohlen. Damit werden die Orte Mulkwitz, Rohne, Schleife-Süd und Klein-Trebendorf nicht umgesiedelt. Dort lebende Bürger allerdings stößt die Ungleichbehandlung gegenüber denen auf, die seinerzeit einen Wärmeliefervertrag erhielten, weil sie eben nicht umsiedelten. Sie fordern einen vergleichbaren Zuschuss zum Nachteilsausgleich, wie es einst der Wärmeliefervertrag für die Nicht-Umsiedler beinhaltete: Also Zuschüsse für Photovoltaik, Festpreis für Gaslieferung oder Anschlusszuschüsse für den Erdgasanschluss.

Unterdessen wartet der Energieversorger Spreegas auf Anträge für eine mögliche Gasversorgung der betreffenden, nun nicht mehr umgesiedelten Orte. Allerdings machen viele Bürger ihre Entscheidung, sich an ein mögliches Erdgasnetz von Spreegas zu hängen, von dem Nachteilsausgleich der Leag abhängig. Martin Klausch von der Leag betont: „Unser Angebot bezieht sich auf Investitionen, die Bürger tätigen. Wir werden aber nicht andere Unternehmen subventionieren.“ (ckx)