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Mittwoch, 14.03.2018

Kein 90-Minuten-Tatort

Die Ermittlungen im Arnsdorfer Brandfall dauern an. Das Haus bleibt weiterhin unbewohnt.

Vor knapp drei Wochen brannte dieses Mehrfamilienhaus in Arnsdorf.
Vor knapp drei Wochen brannte dieses Mehrfamilienhaus in Arnsdorf.

© xcitepress

Arnsdorf. Knapp drei Wochen ist es her, dass ein schwerer Brandfall an der Hufelandstraße die Gemeinde Arnsdorf erschüttert hat. Gleich sechs Familien verloren dabei ihre Wohnungen, ihr Hab und Gut sowie viele persönliche Erinnerungsstücke. Seitdem müssen sie ihren Alltag in Ferienwohnungen oder in vom Eigentümer zur Verfügung gestellten Mietwohnungen verbringen. Und während die Familien trotz des Schicksalsschlags versuchen, ihr Leben zu koordinieren, ist die Polizei weiterhin mit den Ermittlungen beschäftigt. „Es gibt noch keine Neuigkeiten“, sagt Thomas Knaup, Sprecher der Polizeidirektion Görlitz, auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung. Schließlich handele es sich bei den Brandermittlungen nicht um einen 90-minütigen Tatort. Unterdessen haben die Aufräumarbeiten zumindest im unteren Bereich des Hauses begonnen, wie Eigentümer Arvid Samtleben in den sozialen Netzwerken mitteilt.

Das Feuer in dem Mehrfamilienhaus brach am 23. Februar aus. 17.52 Uhr ging der Notruf bei den Feuerwehren ein. Daraufhin wurde ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten in Bewegung gesetzt. Über 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Während Hauseigentümer Arvid Samtleben schwere Vorwürfe gegenüber dem Löscheinsatz erhob, die inzwischen alle durch das Landratsamt widerlegt worden sind, war und ist die Solidarität der Arnsdorfer Bürger bemerkenswert. Sie haben sowohl den Kameraden der freiwilligen Feuerwehren als auch den betroffenen Mietern so gut es ging unter die Arme gegriffen. (ste)