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Mittwoch, 14.02.2018

Kaum Verbesserungen für Radfahrer

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Noch längst gibt es nicht überall solche Radwege wie hier auf der Borsbergstraße in Striesen.
Noch längst gibt es nicht überall solche Radwege wie hier auf der Borsbergstraße in Striesen.

© André Wirsig

Die am Montag vorgestellten Pläne der Stadt für neue Radwege würden in den wenigsten Fällen Verbesserungen für Radfahrer bringen, sagt Holger Zastrow, der Fraktionsvorsitzende der FDP/FB-Fraktion im Stadtrat. „Stattdessen sollten die seit Jahren bestehenden Konflikte mit dem Denkmalschutz am Körnerweg oder mit dem Umweltschutz bei der Verbreiterung des Elberadweges am Fährgarten endlich einmal entschieden werden“, fordert Zastrow. Man könne die Sanierung der Brücke im Alberthafen nicht als Verbesserung angeben, denn sie sei derzeit für Radfahrer auch problemlos zu benutzen.

Zastrow kritisiert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Das Beispiel Albertstraße zeige die Einfallslosigkeit der Verwaltung. Anstatt die überdimensionierten Seitenräume zu nutzen, müsse es die Abmarkierung einer Autospur zugunsten eines Radweges sein. So würden Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausgespielt. (SZ/kh)

Diese Radwege hatte die Stadt angekündigt:


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Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Michael Ton

    Herr Zastrow ist als Fürsprecher der Autofahrerinteressen bekannt und deshalb wenig glaubwürdig, wenn er äußert, die angekündigten Maßnahmen des Baubürgermeisters würden den Radfahrern wenig helfen. Ganz offenkundig wird insbesondere bei der Sanierung des Körnerweges das Gegenteil der Fall sein. Problematisch ist eher, dass Maßnahmen von der Verwaltung oft angekündigt und dann doch wieder hinausgezögert werden. Auch dafür ist der Körnerweg ein Beispiel.

  2. Thomas

    Ich sehe die Zastrowschen Aussagen ebenso übertrieben, nutzen sie doch der Mehrheit aller Verkehrteilnehmer. In dem Zusammenhang sehe ich ebenso nur Chancen in einem gut ausgebauten Radwegenetz auf den jetzigen "Nebenstraßen" wie bspw. der Wittenberger, der Fiedlerstr., etc. Diese weiter zu Gunsten eines ruhigen Anliegerverkehrs zu begrenzen und hierauf den Schwerpunkt der Hauptwege für Radler zu gestalten. Das gebieten schon die besseren Luftverhältnisse und der geringere Lärm. Diese Strecken werden (nicht nur von mir!) schon heute bevorzugt!!!

  3. Bürger

    Vielen Dank für nichts, Herr Zastrow. Die Radfahrer können auf Ihre scheinheilige Unterstützung verzichten.

  4. Fritz

    An der Albertstraße braucht man keinen Fahrstreifen für Fahrrad Fahrer! Und erst recht nicht auf Kosten der Autofahrer. Der Fußweg sollte Ausgebaut und erweitert werden so das ein kombinierter Fuß/Radwege entsteht Platz ist ja da. Siehe auf der Carolabrücke ist es ja schon so und es sollte einfach bis Albertplatz verlängert werden das ist die beste und sicherste für alle Beteiligten.

  5. M_Net

    @Fritz: Nein, das ist nicht sicher, sondern extrem gefährlich. Gerade auf der Carolabrücke sind Radwege und Fußwege so schmal, dass es immer wieder zu Unfällen kommt (Richtung Süden gibt es streng genommen gar keinen Radweg, dort ist das nur ein Gehweg mit "Radfahrer frei"). Oder ist die Gesundheit von Fußgängern und Radfahrern egal, solange nur Autos genügend Platz haben? Wo auf der Albertstraße viel Platz sein soll (außer dort, wo Autos fahren) ist mir auch schleierhaft: Der Abstand zwischen Fahrbahn und Straßenbahn ist stellenweise gerade mal ein Meter... Oder soll dafür erstmal die Straßenbahntrasse verlegt werden?

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