• Einstellungen
Freitag, 12.10.2018

Kapitäne fahren Zusatzschichten

Während die Linienschiffe noch fahren, wurden die Rundfahrten bereits aufs Wochenende beschränkt – eigentlich.

Von Martha Engel

Bert Wunderlich und Kathrin Schäning genießen den sonnigen Herbst auch an der Talsperre Kriebstein. Wegen des schönen Wetters sind einige Fahrgastschiffe zusätzlich unterwegs.
Bert Wunderlich und Kathrin Schäning genießen den sonnigen Herbst auch an der Talsperre Kriebstein. Wegen des schönen Wetters sind einige Fahrgastschiffe zusätzlich unterwegs.

© Dietmar Thomas

Kriebstein. Auf dem Wasser an der Talsperre Kriebstein ist noch einiges los. Seit April fahren die Linienschiffe täglich und befördern Spaziergänger und Wanderer zu den unterschiedlichen Anlegestellen.

Auch die Schiffe zur Rundfahrt sind seit dem Frühjahr im Einsatz. Nach der Saison sollten sie ab Oktober nur noch an den Wochenenden fahren. Doch das gute Wetter spielt in diesem Jahr mit. „Eigentlich nehmen wir uns ab Oktober immer etwas zurück. Immerhin arbeiten hier alle seit dem Frühjahr durch. Aber aufgrund des wirklich guten Wetters und da momentan noch Herbstferien sind, bieten wir außer an den Wochenenden auch noch dienstags, mittwochs und donnerstags die Fahrten an“, sagt der Geschäftsführer des Zweckverbands Talsperre Kriebstein Thomas Caro dem Döbelner Anzeiger.

Das Interesse sei nach wie vor da. „Wenn die Leute vom Wandern kommen und müde Beine haben, können sie sich einfach in eines der Linienschiffe setzen und wieder aussteigen, wo sie wollen. Dafür muss nicht einmal reserviert werden.“

Obwohl inzwischen weniger los ist, ist Thomas Caro zufrieden, dass auch jetzt im Herbst das Angebot noch gern genutzt wird. „Natürlich sind wir nun nicht mehr voll ausgelastet, aber ich bin sehr zufrieden mit der guten Bilanz der Saison.“ Das warme Sommerwetter hat in diesem Jahr für zahlreiche Besucher an der Talsperre gesorgt und für eine wesentliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2017.

Um den Winter zu überstehen, werden die Schiffe Ende Oktober aus logistischen Gründen nach und nach in den Schuppen gebracht und überprüft. „Es ist ein wenig, wie wenn man ein Haus baut. Hier und da gibt es Sachen, die nicht geplant sind oder es ist etwas kaputt. Aus diesem Grund warten wir sie im Frühjahr und Herbst, um uns allzu große Hiobsbotschaften zu ersparen“, erzählt der Geschäftsführer.

Für eventuelle Reparaturen muss der Verein aber in die eigene Tasche greifen. Denn Fördermittel gibt es für die Instandhaltung der Fahrgastschiffe nicht.

Desktopversion des Artikels