• Einstellungen
Freitag, 24.08.2018

„Kader qualitativ verbessert“

Von Jürgen Schwarz

Bild 1 von 2

Im Doppel-Interview: Uwe Rahle (l.) und Paul Rabe . Fotos: D. Zschiedrich/St. Unger
Im Doppel-Interview: Uwe Rahle (l.) und Paul Rabe . Fotos: D. Zschiedrich/St. Unger

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Die Fußball-Landesklasse startet am Wochenende mit nur noch 13 Mannschaften in die Saison 2018/19. Am 1. Spieltag ist Stahl Freital spielfrei. Am Sonntag kommt es ab 15 Uhr zum Vergleich zwischen dem SV Wesenitztal und der SG Motor Wilsdruff. Der SVW geht mit Uwe Rahle (52) als neuem Trainer ins Spieljahr, Gäste-Coach Paul Rabe (29), frisch verheiratet, freut sich über Verstärkungen in seinem Kader. Vor dem Anpfiff stellten sich beide Trainer zum Doppel-Interview.

Herr Rahle, Herr Rabe, Wilsdruff hat bereits ein Pflichtspiel im Landespokal erfolgreich bestritten. Ein Vorteil?

Rahle: Ich habe das Wilsdruffer Pokalspiel gesehen. So wie Motor da aufgetreten ist, dazu mit dem Ergebnis im Rücken, würde ich das schon als Vorteil bezeichnen. Andererseits zählt der Pokalsieg am Sonntag auch nicht mehr.

Rabe: Das ist doch maximal ein Vorteil für unsere Moral. Ich bin mir aber sicher, dass gegen den SV Wesenitztal eine komplett andere Partie stattfindet. Und darauf müssen wir uns neu einstellen.

Wie schätzen Sie Ihren Kader im Vergleich zur Vorsaison ein?

Rahle: Ein Vergleich fällt mir logischerweise etwas schwer. Meine Mannschaft hatte zwei Abgänge und mittlerweile vier Zugänge, wobei uns studienbedingt noch mindestens zwei Spieler verlassen werden. Im Kader steckt sicher eine ganze Menge Qualität. Die als Mannschaft auf den Platz zu bringen, wird unsere Hauptaufgabe in den nächsten Wochen sein.

Rabe: Durch unsere vier Neuzugänge konnten wir unseren Kader nicht nur erweitern, sondern auch qualitativ verbessern. Die letzten Ergebnisse haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Aber wir müssen auch jede Woche an unser Leistungsmaximum gehen, um den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten.

Wurde der Kapitän Ihrer Mannschaft bestimmt oder gewählt?

Rahle: Den wählt die Mannschaft unmittelbar vor dem ersten Punktspiel. Ich bin selbst gespannt, wer es sein wird.

Rabe: Unseren Spielführer hat die Mannschaft vor dem Pokalspiel gegen Neustadt gewählt. Wie in der Vorsaison fiel die Wahl auf Stefan Göldner. Als Vizekapitän wurde Torhüter Michael Arnold gewählt.

Die Saison geht bis Juni 2019. In zehn Monaten bestreitet Ihre Mannschaft nur 24 Punktspiele. Macht das Sinn?

Rahle: Nein, es nervt. Es gibt immer längere Winterpausen und viele freie Wochenenden mitten in der Saison. Andererseits müssen wir in der Haupturlaubszeit mit der Saisonvorbereitung beginnen. Wenn schon viele Termine frei sind, dann sollte das für eine Verlängerung der Sommerpause genutzt werden. Generell halte ich die Ligenstruktur des Sächsischen Fußball-Verbandes für das Hauptübel.

Rabe: Es ist etwas schade, dass so wenige Teams in unserer Staffel spielen. Wir werden daher versuchen, einige freie Wochenenden mit lukrativen Testspielen zu besetzen, um nicht permanent den Rhythmus zu verlieren.

Wer ist Ihr Titelfavorit und wie lautet die Zielstellung für Ihre Mannschaft?

Rahle: Freiberg, Hainsberg, Freital und eventuell Bannewitz. Und so wie die Wilsdruffer im Pokal aufgetreten sind, gehören die auch dazu. Für uns wird es erst einmal darum gehen, schnell in ruhiges Fahrwasser zu kommen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben – und dann werden wir sehen, was geht.

Rabe: Ich sehe Freiberg und Hainsberg weit vorn, lasse mich aber auch gern von anderen Teams überraschen. Genauso wie die Kapitänswahl haben sich meine Spieler vor dem Pokalspiel zusammengesetzt und drei Ziele ausgearbeitet. Da dies Mannschaftsintern geschah, bitte ich um Verständnis, dass das nicht nach außen getragen werden soll. Ich kann aber sagen, die Ziele sind ambitioniert und durchaus realistisch.

Am Freitag steht die Auslosung der zweiten Runde im Landespokal an. Gibt es einen Wunschgegner?

Rahle: Das ist uns eigentlich egal. Für uns ist das Pokalspiel, egal gegen wen, mehr oder weniger ein Testspiel. Große Chancen, weit zu kommen hat man als Landesklasse-Team sowieso nicht.

Rabe: Wir haben keinen Wunschgegner, nehmen was kommt und versuchen erneut eine Runde weiterzukommen.

Abgesehen von Ihrem aktuellen Verein, welchem Klub gehören Ihre Sympathien in Deutschland?

Rahle: Natürlich verfolge ich die Partien von Dynamo etwas interessierter als andere Spiele. Ich freue mich aber mehr über ein gutes Spiel als über den Sieg einer bestimmten Mannschaft.

Rabe: Eigentlich kommt für mich nur die deutsche Nationalmannschaft infrage. Und ja, auch ein wenig Dynamo Dresden.