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Montag, 12.03.2018

Junggesellinnenabschied endet tödlich

Eine türkische Unternehmertochter feiert mit ihren Freundinnen Junggesellinnenabschied in Dubai. Auf dem Rückflug stürzt der Privatjet im Iran ab. Keine der insgesamt elf Frauen an Bord überlebt.

Das Wrack des türkischen Privatflugzeugs, das im westlichen Iran abgestürzt ist.
Das Wrack des türkischen Privatflugzeugs, das im westlichen Iran abgestürzt ist.

© Alireza Motamedi/Tasnim News Agency/dpa

Teheran/Istanbul. Auf der Rückreise von einem Junggesellinnenabschied ist im Iran ein türkischer Privatjet abgestürzt - alle elf Frauen an Bord kamen ums Leben. Die türkische Katastrophen-schutzbehörde Afad schickte am Montag ein Team in den Iran, um bei den Bergungsarbeiten zu helfen. Diese wurden durch schlechtes Wetter und fast zwei Meter hohen Schnee erschwert. Der Privatjet war am Sonntagnachmittag iranischer Ortszeit gegen einen Berg geprallt und explodiert. Die genaue Ursache war noch unklar.

An Bord waren nach Angaben türkischer Medien ausschließlich Frauen. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, bei den Passagierinnen habe es sich um die 28-jährige Tochter eines türkischen Unternehmers und sieben ihrer Freundinnen gehandelt. Außerdem waren der Agentur zufolge zwei Pilotinnen und eine Flugbegleiterin an Bord. Die Passagierinnen hätten in Dubai den Junggesellinnenabschied der Unternehmertochter gefeiert und seien auf dem Rückflug nach Istanbul gewesen. Die Tochter hätte demnach im April heiraten sollen.

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Nach Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde im Iran war die Maschine bei Schahr-e Kord, der Hauptstadt der Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyari, abgestürzt. Im letzten Kontakt sagte die Pilotin der iranischen Flugverkehrskontrolle, dass sie wegen eines technischen Defekts die Flughöhe senken müsse. Bei schlechtem Wetter prallte die Maschine dann gegen den Helen-Bachtiar-Berg und explodierte.

Das Unglück erinnert an den Absturz einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Iran Aseman Airlines im Februar. Sie musste im Iran wegen eines Schneesturms die Höhe senken und prallte dann gegen einen Berg. Alle 65 Menschen an Bord kamen ums Leben. (dpa)

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